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Reflexionen zur Ikonografie von Maria Theresia – im Spiegel der Wiener Biografiesammlungen um 1810

2012.02.25

 

 
Reflexionen zur Ikonografie von Maria Theresia – im Spiegel der Wiener Biografiesammlungen um 1810
 
              In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vollzog sich in der Buchausgabe des Habsburger Reiches ein bedeutender Aufschwung,[1] deshalb wurde zur Befriedigung der wachsenden Ansprüche nach Buchillustrationen und zum Zurückdrängen des Kupferstichimports die regelmässige Ausbildung inländischer Meister notwendig. 1766 gründete der Kupferstecher Jakob Matthias Schmutzer (Schmuzer, 1733–1811) – nachdem er auf Empfehlung des Staatskanzlers Wenzel Kaunitz ab 1762 eine Pariser Studienreise unternahm – in Wien eine öffentliche Zeichenschule, die sich unter der Schirmherrschaft von Kaunitz, mit Unterstützung der Königin bald zu einer Kupferstecher-Akademie umbildete.[2] Das Aufblühen der klassizistischen Buchkunst und des Kupferstiches ermöglichte in Wien Ende des 18. Jahrhunderts die auf hohem Niveau laufende Ausbildung in dieser Institution, die Edition solcher Stichalben kennzeichnete es, die auch den Vergleich mit den Prachtausgaben solcher deutscher und französischer Werkstätte bestanden, die auf längere Traditionen zurückweisen können.[3]
              Ende des 18. Jahrhunderts veröffentlichten die Buchverleger des Habsburger Reiches noch oft Publikationen, die auf ausländische Vorbilder zurückgriffen, bei der Übernahme passten sie sie aber meist schon den einheimischen Ansprüchen an. Die Wiener Verleger der Metamorphosen von Ovid, dem antiken Werk, das riesigen Einfluss auf die neuzeitliche bildende Kunst und Literatur ausübte, zum Beispiel wollten damit, dass sie eine billigere Ausgabe als die als Vorbild dienende, mit teuren Kupferstichen geschmückte französische Edition, herausgeben, die auch jene erwerben konnten, die über weniger Einkommen verfügten, erreichen, dass die Schriften von Ovid beziehungsweise die diese illustrierenden Stiche auch das Bürgertum kennenlernen kann.[4]
           Einige Jahre später gaben die Verleger des Ovid-Bandes auf Grund der Kompositionen des 1638 erschienenen Werkes „Icones et Segmenta Nobil. Signorum et Statuarum quae Romae extant” mit 100 Stichen des bekannten französischen Malers und Kupferstechers Jean-Francois Perrier (15901650) ein bescheideneres, mit 61 Illustrationen geschmücktes Buch unter Mitwirkung der Wiener Kupferstecher Johann Mansfeld, Joseph Gerstner, Johann Blaschke und Josef Stöber heraus.[5] Diese Publikationen trugen – genauso wie die in literarischen Almanachs und Taschenbüchern erschienenen Kunstreproduktionen – dazu bei, dass die in den Prunksälen der Paläste, den Sammlungen des Hochadels und der Kirche aufbewahrten Kunstwerke allgemein bekannt wurden.
Die Popularität jener wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Arbeiten, die die Geschichte der europäischen Länder zeigten – in einzelnen Fällen vom Altertum bis in die neueste Zeit – und welche oft Kupferstiche schmückten, die die historischen Ereignisse darstellten, wuchs. Die Architektur, Rüstung und Trachten früherer Zeiten zitierten – mit mehr oder weniger Authentität – auch die Illustrationen historischer Romane: Stiche, die fiktive Romane und Novellen schmückten, die im Altertum oder Mittelalter spielten und zur Unterhaltungslektüre[6] zählten genauso, wie die literarischen Werke, die wirkliche historische Geschehnisse aufarbeiteten. Im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts erschienen – in Übereinstimmung mit der Ideologie des „Reichspatriotismus”, der sich mit dem Kreis des Tiroler Historikers Joseph von Hormayr verband, – zahlreiche illustrierte historische Arbeiten, die Geschichte, Kultur der Völker, das Leben bekannter Persönlichkeiten der Länder und Provinzen des Habsburger Reiches vorstellten. [7]
           Die Buchillustrationen zu historischen Themen spielten außer in der populärwissenschaftlichen Bekanntmachung auch im Formen des Allgemeingeschmacks eine Rolle. Die Reproduktionen klassizistischer Historienbilder mit antiken Themen vom führenden Professor der Wiener Akademie der bildenden Künste, Heinrich Füger (1751–1818) beziehungsweise der namhaften Malerin Angelika Kauffmann (1741–1807) schmückten Taschenalmanachs[8] vom Anfang des 19. Jahrhunderts, bei zahlreichen anderen Illustrationen – zum Beispiel denen populärer Ritterromane oder orientalisierender Geschichten – kann man bereits inhaltliche Zeichen und Stilmerkmale der Romantik beobachten.
            Die Verbreitung historischen Wissens unterstützten die in jener Zeit modischen illustrierten Biografiesammlungen, die oft den Namen des griechischen Plutarch, dem Autor des bekanntesten antiken Beispiels des Genre, der „Vergleichenden Lebensbeschreibungen”, auch in ihrer Benennung hatten.
           Den Prozess der Anpassung an die örtlichen Ansprüche können wir an der mehrmaligen Ausgabe einer mit Bildnissen illustrierten französischen Biografiesammlung im Habsburger Reich des 19. Jahrhunderts verfolgen. Pierre Blanchard, der Autor zahlreicher lehrbuchartiger Jugendbücher, die naturwissenschaftliches, historisches und religiöses Wissen sowie Anweisungen zur Ethik oder Lebensführung vermittelten, gab 1803 zur Erbauung der Jugend seine vier Bände mit Lebensläufen und Porträts berühmter Persönlichkeiten heraus.[9]
           Die Kinder- und Jugendliteratur in den Bereichen Erzählung, Unterhaltung und Populärwissenschaft begann sich in Europa im aufgeklärten Absolutismus, der das einheitliche Bildungssystem ausbaute, von der „Erwachsenenliteratur” abzugrenzen. Die Blütezeit des Genres fiel im Habsburger Reich in die Zeit des Biedermeier: Ihre kaufkräftigste Schicht war das Bürgertum, das bis Anfang des 19. Jahrhunderts wirtschaftlich erstarkte, das einen Weg zum gesellschaftlichen Aufstieg in der Bildung fand.[10]
Die unsignierten Stiche der Lebenslaufsammlung von Pierre Blanchard haben keine hohe Qualität, sie enthielten je sechs in Medaillons gefasste Porträts, pro Band 8-10 Blätter. Die Biografien und die dazugehörenden Bildnisse beginnen mit Homer und zeigen bis zum zeitgenössischen Bonaparte und Mirabeau die herausragenden Persönlichkeiten aus Geschichte, Wissenschaft und Kunst des Altertums, Mittelalters und der Neuzeit – aus den letzten beiden Epochen in erster Reihe berühmte Menschen aus Frankreich, England und Italien.
 Das Material der französischen Edition gab 1806-1807 der Wiener Anton Doll[11] – ähnlich dem Original in vier Bänden, mit dem Lebenslauf der Berühmtheiten der deutschen Gebiete ergänzt – in deutscher Sprache heraus. Doll ging in der Einleitung auf die Funktion der den Lebensläufen angeschlossenen Porträts ein – dass sie die in den Texten vorgestellten Personen lebensnaher, anschaulicher machen –, und er betonte, dass die Stiche wesentlich gelungener sind, als die der französischen Originalausgabe.[12] Die Porträts der Wiener Ausgabe übersteigen in Qualität die Bildnisse des unbekannten französischen Kupferstechers wahrhaft bei weitem. Das Titelbild des ersten und dritten Bandes, das je vier Porträts enthält (der zweite und vierte Band haben keine Titelbilder), schuf der aus Pressburg stammende Johann Blaschke (1770–1833)[13], der sich in Wien niederließ. Obwohl die jeweils sechs Bilder im Text unsigniert sind, hat vermutlich auch diese Blätter Blaschke gefertigt, der an der Wiener Kupferstecherakademie studiert hat. Diese Gewohnheit, dass nämlich die Stecher nur das erste Blatt „signieren”, finden wir auch bei den Monatsbildern der Wiener Kalendarien an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert oft.[14]
            Als Vorlage für die meisten Darstellungen benutzte der Stecher der Wiener Ausgabe die Illustrationen des Buches von Blanchard, obwohl die Reihenfolge der Bilder nicht immer übereinstimmt. Die Porträts jener Personen, deren Lebenslauf die französische Ausgabe nicht enthielt, mussten natürlich extra angefertigt werden. Doll ergänzte die biografische Sammlung in erster Linie mit den Lebensläufen jener Berühmtheiten – Eugen von Savoyen, Ernst Gideon Loudon, Friedrich Gottlieb Klopstock, Immanuel Kant, Johann Gottfried Herder, Leopold II., J. W. Amadeus Mozart, Wenzel Kaunitz –, für die sich die österreichischen und deutschen Leser interessierten. Entsprechend der Ansicht des Reichspatriotismus fanden gleichzeitig auch die Berühmtheiten der nichtösterreichischen Gebiete, zum Beispiel der Hunnenkönig Attila, der ungarische König hl. Stephan, Miklós Zrínyi, András Hadik, István Báthori oder der Tscheche Jan Žižka, Aufnahme in das Buch. Zur Befriedigung des aktualpolitischen Interesses der österreichischen und deutschen Leser veröffentlichte Doll auch die Lebensläufe und Porträts einiger französischer Generäle der Napoleonischen Kriege, solcher, die der französische Band von 1803 noch nicht enthielt.
           Vielleicht ist es nur Zufall, dass Doll 1807 mit der Ausgabe „Oesterreichischer Plutarch” von Joseph Hormayr begann, der die bedeutenden Persönlichkeiten des Habsburger Reiches vorstellte[15], aber es ist auch nicht auszuschließen, dass für den Autor der mit 76 Stichen von Johann Blaschke illustrierten Reihe die bei Doll erschienene Biografiesammlung von Blanchard eine Inspiration bedeutete. Das jedenfalls ist sicher, dass unter den Porträts, die in beiden Büchern vertreten waren, mehrere zu finden sind, die gleichen Vorbildern folgen. Dazu gehören auch die Darstellungen der Maria Theresia in Witwentracht. In manchen Fällen aber – z. B. bei den Porträts von Miklós Zrínyi – entstanden die Illustrationen der bei Doll gleichzeitig erscheinenden Publikationen nach verschiedenen Vorlagen.
            Die osteuropäische Popularität der Biografiesammlung von Blanchard zeigen die der Wiener folgenden neuen Ausgaben. Die in der Budaer Universitätsdruckerei in serbischer Sprache erschienene Veröffentlichung[16] enthielt keine Illustrationen, die von Friedrich Kraft verbesserte und erweiterte Pester Ausgabe von 1815 gab Konrad Adolf Hartleben aber bereits mit 300 Porträts (neben die 200 Bildnisse des Doll-Buches ließ er vom Wiener Kupferstecher Caspar Weinrauch 100 neue anfertigen), in sechs Bänden heraus.[17] Eine gekürzte Variante der Blanchard-Sammlung erschien 1819 in der Budaer Universitätsdruckerei auch in rumänischer Sprache, mit wesentlich weniger Illustrationen, als im Originalwerk.[18]
            Zur Pester Ausgabe des Jahres 1815 bestellte Hartleben bei Blaschke sechs neue, je zwei Porträts enthaltende, mit verziertem Rahmen versehene Titelbilder, auf denen der Kupferstecher sein früheres – in Hormayrs Plutarch gebrauchtes – Motiv, den von Heiligenschein umgebenen achteckigen Stern, von neuem benutzte. In den Bänden V und VI konnten die Leser neben dem Leben bedeutender Persönlichkeiten früherer Epochen (Ferenc II. Rákóczi, János Hunyadi), der Helden der Kriege gegen Napoleon (Andreas Hofer, Michail Kutusow), auch das deutscher Schriftsteller (Christian Fürchtegott Gellert, Christoph Martin Wieland) und Wissenschaftler (Johann Müller Historiker) kennenlernen.[19]
 
                            Angaben zu den Darstellungen der Maria Theresia in Witwentracht
 
              An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert war einer der beliebtesten Typen der Maria Theresia–Darstellungen die Königin als Witwe. Die Herrscherin trug – wie allgemein bekannt – nach dem plötzlichen Tod ihres Gemahlen, Franz von Lothringen, 1765 in den verbleibenden 15 Jahren ihres Lebens Witwentracht. Die zeitgenössische Popularität der Darstellung kann gesteigert haben, dass sie statt der herrschaftlichen Repräsentation jene ethischen Werte (Familienliebe, Treue) betonte, die für das wirtschaftlich und gesellschaftlich immer stärker werdende Bürgertum ansprechend waren.[20] Die Tugenden Mitgefühl und Beileid hob das Blatt hervor, auf dem Maria Theresia in Witwentracht eine arme, kranke Frau besucht.[21] Auf jenen Darstellungen in Witwentracht natürlich, wo auch die Krönungsinsignien abgebildet sind, spielte die herrschaftliche Repräsentation große Rolle.[22]
               Vorlage vieler Gemälde und Stiche der Darstellungen Maria Theresia in Witwentracht war das Pastellbild des aus Lothringen stammenden Joseph Ducreux (1735–1802).[23] Ducreux kam 1769 mit staatlichem Auftrag nach Wien, um das offizielle Porträt der damals 14-jährigen Marie-Antoinette, der Braut des französischen Thronfolgers anzufertigen. Der Maler hielt sich zwischen Februar und November 1769 in Wien und Pressburg auf, und porträtierte neben der Braut auch andere Mitglieder der Königsfamilie und zahlreiche Adlige. Im März 1770 wurde er Mitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste, in Paris ernannte man ihn dann zum ersten Maler von Marie-Antoinette. Auf Grund der Bildnisse von Ducreux, die die Mitglieder der Kaisersfamilie verewigen, entstanden in Österreich und im Ausland nicht nur Miniatur-, Gemälde- und Stichkopien, sondern nach seinen Porträts der Maria Theresia und Joseph II. durch Vermittlung der Stiche von Louis Jacques Cathelin und Jakob Matthias Schmutzer in der Pariser Gobelinmanufaktur auch Wandteppiche.[24]
            Vom Ducreux-Bild „Maria Theresia in Witwentracht” entstanden viele Kopien, Gemäldevarianten,[25] dazu gehören die Brustbilder von einem unbekannten Maler in Wien und im Budapester Museum der Bildenden Künste.[26] Die Popularität des Porträts zeigt, dass der ungarische Maler Antal Berczik noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Pastellkopie darüber – oder einer Variante des Ducreux-Bildes – gemacht hat (Privateigentum).
          Das halb- oder ganzfigurige, sitzende oder stehende Porträt der Maria Theresia in Witwentracht malten seit den 1770-er Jahren zahlreiche Künstler – z. B. Joseph L. Maurice (1730–1820)[27] und Josef Kreutzinger (1757–1829)[28]. Maria Theresia in Witwentracht als halbfigurige Darstellung – wie auf einem Gemälde aus dem Jahr 1773 zu sehen ist – schmückte die Wand in einem Saal der herrschaftlichen Residenz des toskanischen Großherzogs Leopold in Florenz im Palazzo Pitti,[29] und ein Miniaturbild mit der Darstellung der verwitweten Herrscherin mitten ihrer Familie begründete in Wien den Ruf des jungen Friedrich Heinrich Füger (1751–1818).[30] Der deutsche Maler János Donát (1744–1830) ließ sich 1770 in Wien nieder, kam um 1810 auf Anregung von Ferenc Kazinczy dann nach Ungarn, auf seinem innigen Genrebild (1778) ist die Kaiserin in Witwentracht in einer mit klassizisierender Vase und Puttenskulptur geschmückten Ideallandschaft zu sehen, sie sitzt auf einer Steinbank.[31] Da die Herrscherin auf fast allen Bildern in derselben Porträteinstellung mit Dreivierteldreh und gleichem Kleid, wie auf dem Pastellbild von Ducreux des Jahres 1769 dargestellt wurde, ist es vorstellbar, dass das Porträt des französischen Meisters nicht nur den Kupferstechern, sondern auch einigen Malern als Vorlage diente. Diese Annahme untermauert, dass Maria Theresia nach dem Tod ihres Mannes nur noch ganz selten Modell saß: Einer der wenigen Begünstigten war der in Rom lebende Anton von Maron, der während seines Wien-Aufenthaltes 1772 nach der Natur eine Porträtskizze, 1773 dann ein großes Gemälde von der Herrscherin in Witwentracht anfertigte.[32] Es muss natürlich betont werden, dass die Porträteinstellung mit Dreivierteldreh nicht die Invention von Ducreux war, sondern auf frühere Vorbilder aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zurückzuführen ist.[33] Wir sehen sie auf zahlreichen Maria Theresia-Darstellungen schon vor 1765, dazu gehört das sich im Budapester Museum der Bildenden Künste befindende, um 1760 nach einem Meytens-Gemälde entstandene Porträt.[34]
           Auf die Popularität der Darstellung der Maria Theresia in Witwentracht weist hin, dass allein im Wiener Kunsthistorischen Museum zehn Gemälde mit diesem Thema zu finden sind, auf die verbreitete Bekanntschaft des ikonografischen Typs deuten jene Stichvarianten in verschiedenen Größen und Stilen hin, die Museen – zum Beispiel das Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, das Wien Museum (Historisches Museum der Stadt Wien) oder die Historische Bilderhalle des Budapester Nationalmuseums – in sehr großer Zahl aufbewahren. Die größte Wirkung auf die späteren Stichdarstellungen übte von ihnen das repräsentative Stichporträt von Jakob Matthias Schmutzer, das nach dem Gemälde von Ducreux entstand, und der Wiener Artaria-Kunsthandel jahrelang verkaufte.[35]
          Zur Wirkungsgeschichte, auch geografisch in weitem Kreis zu beobachtenden Popularisierung des Ducreux-Pastellbildes – bzw. den davon angefertigten, vervielfältigten grafischen Blättern – bieten zwei Manuskriptblätter aus dem 18. Jahrhundert wichtige Angaben. Maria Theresia ließ 1778 den Rektor der Universität der siebenbürgischen Klausenburg, die von den Piaristen geleitet wurde, nach Wien kommen, um sich selbst von der Arbeit des Bildungsinstitutes informieren zu lassen. Die Universitätsleitung stellte aus den Architekturzeichnungen der Studenten eine prachtvolle Sammlung zusammen, auf deren Titelblatt in einen handgezeichneten Zopfrahmen man einen Kupferstich mit der Darstellung der Maria Theresia in Witwentracht klebte. (Abb. 1) Den in ein ovales Medaillon applizierten Stich schnitt der Zeichner entlang des Siluetts des Dargestellten aus (5,7 x 4,4 cm), und den leergebliebenen Teil füllte er mit grauer Aquarellfarbe.[36]
           Die selbe Methode finden wir auf der repräsentativen, großformatigen, handgeschriebenen Landkarte aus dem Jahre 1783, die das 1777 durch die Ratio Educationis geschaffene Schulwesen in Ungarn zeigt. István Spaits, Professor der Budaer Universität, zeichnete auf das Oberteil der Maria Theresia gewidmeten, mit Veduten, den Zeichnungen von Universitätsstempeln geschmückten Landkarte einen Rahmen mit Zopfornamentik, in den er die Siluette des Bildnisses von Maria Theresia in Witwentracht einklebte, es ähnelt in Größe dem Kupferstich auf dem siebenbürgischen Blatt, hat die gleiche Einstellung.[37] (Abb. 2)
           Ducreux’ Gemälde – oder eine Kopie davon – diente auch für jene Buchillustrationen mit der Darstellung der Maria Theresia in Witwentracht als Vorlage, die Johann Blaschke stach, und die die in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erschienenen Biografiesammlungen schmückten. Der erste, mir bekannte Stich ist im letzten, achten Band der 1805 herausgegebenen historischen, populärwissenschaftlichen Arbeit von Joseph Baptist Schütz zu finden.[38] (Abb. 3) Von der Popularität der Reihe zeugt, dass der Verleger Anton Doll sie 1807 und 1811 mit denselben Illustrationen erneut herausgab. Die einheitliche Titelblattserie zeigte die Bildnisse berühmter Persönlichkeiten, unter den in stehenden, in ovalen Rahmen platzierten Porträts sieht man Attribute die sich an ihren Beruf oder Lebensgeschichte knüpften, bei Maria Theresia die Krone und die Krönungsinsignien.
           Das Porträt der Maria Theresia in Witwentracht von Johann Blaschke ist auch – dem einheitlichen grafischen Bild der 76 Bildnisse enthaltenen Reihe angepasst – im 1807–1814 herausgegebenen Oesterreichischen Plutarch von Joseph Hormayr zu sehen.[39] (Abb. 4)
           1806-1807 hat – wie wir es gesehen haben – Anton Doll seine Biografiesammlung auf Grund des Buches des französischen Pierre Blanchard herausgegeben, in der das Porträt von Maria Theresia an hervorgehobener Stelle, gegenüber dem Titelblatt des dritten Bandes zu sehen ist. Neben dem Bildnis der habsburgischen Herrscherin sehen wir die Porträts der englischen Königin Elisabeth, Anna von Frankreich und der russischen Zarin Katharina II.[40] (Abb. 5) Das von Blaschke gestochene Porträt der Maria Theresia in Witwentracht ist auch in der Pester Edition des Neuen Plutarch des Friedrich Kraft von 1815 keine Textillustration, ist am Anfang des vierten Bandes – mit Katharina II. auf einem Blatt – zu finden.[41] (Abb. 6) Der ornamentale Schmuck des Kupferstiches ist mit den Blättern von Blaschke in Hormayrs Oesterreichischem Plutarch verwandt.
           Ein ungarischer Redakteur, Sámuel Igaz plante 1823 auch die Veröffentlichung des Blaschke-Porträts als Illustration in seinen literarischen Almanach „Hébe”. Igaz teilt Franz Kazinczy in einem Brief mit, dass er seinen Lebenslauf der Maria Theresia erhalten hat. Ein Teil der Verleger strebte in dieser Zeit nicht nur darauf, dass die Illustrationen inhaltlich an die Texte anknüpften, sondern auch darauf, dass sie in Atmosphäre und Anschauung denen entsprachen: „… wir können ruhig das Witwenbild der Theresia wiedergeben, die schöne, ehrwürdige Matrone widerspricht nicht den über sie geschriebenen Sätzen. Blaschke wird es stechen. Als Vignette kommt die Burg von Világos. Ihre Zeichnung ist sehr schön. Auch dies habe ich Blaschke gegeben.[42]
           Den Stich, der 1824 im Hébe erschien, fertigte letztendlich, von den Plänen von Igaz abweichend, nicht Blaschke, sondern József Berkovetz, genauso wie die Vignette mit der Burg Világos. Und nicht nur die Person des Stechers wurde geändert, sondern auch der ikonografische Typ der Darstellung: Der Stich von Berkovetz zeigt die Herrscherin nicht in Witwentracht, sondern nach einem Jugendbildnis (Martin van Meytens, 1748) als ungarische Königin, auf ihrer linken Seite die ungarische Krone.[43] Den Grund für die Veränderung müssen wir wahrscheinlich nicht in der Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Auftraggeber und Künstler suchen, denn in das Almanach von 1825 fertigte Blaschke erneut zwei Illustrationen, und war auch im darauffolgenden Jahr mit drei Illustrationen im Hébe vertreten.
         Vom Gemälde Anton von Marons, das Maria Theresia in Witwentracht darstellt – sich einst im Belvedere, heute im Kunsthistorischen Museum befindet und oben erwähnt wurde – entstand der Kupferstich, der in der repräsentativen, vierbändigen Ausgabe enthalten war, die der Tradition der Stichalben aus dem 17.-18. Jahrhundert folgte, in der der Verleger Carl Haas die schönsten Gemälde der Wiener Galerie Belvedere vorstellte.[44] (Abb. 7) Mit den Porträts der Herrscherin in Witwentracht illustrierte man auch die großen, zusammenfassenden Geschichtswerke am Ende des 19. Jahrhunderts gern.[45]
 
                                Angaben zur Darstellung der Szene Vitam et sanguinem
 
           Johann Blaschke bekam außer den Porträts der Maria Theresia auch einen Auftrag zur Anfertigung einer historischen Szene im Zusammenhang mit dem Leben der Herrscherin. Drei Titelbilder schmückten die 1802 erschienenen Bände des populären Geschichtsschreibers seiner Zeit, Ludwig Albrecht Gebhardi, über die Historie der Ungarn. Den dritten Band die bekannte Szene,[46] als der Tradition nach am 11. September 1741 der ungarische Adel auf dem Pressburger Landtag mit dem Aufruf „Vitam et sanguinem pro rege nostro” die Königin von ihrer Unterstützung im Erbfolgekrieg gegen die Preußen sicherte. (Abb. 8) Die gleiche Komposition ist mit ungarischer Aufschrift in der ungarischsprachigen Edition der Geschichte Ungarns von Joachim Szekér aus dem Jahre 1808 zu finden.[47] Obwohl dieser letzte Stich unsigniert ist, ist es der Übereinstimmung der Komposition wegen sicher, dass entweder auch dieses Blatt Blaschke gestochen hat, oder ein anderer Kupferstecher auf Grund der Illustration von 1802. Mit diesem Kupferstich können wir die Ikonografie der Szene Vitam et sanguinem ergänzen.[48] Blaschke stellt auf seinem Stich – ähnlich vieler früherer und späterer Illustrationen – die begeisterte Verpflichtung der Ungarn und die Präsentation des Thronerben in eine Szene, obwohl sich die zwei Szenen den historischen Quellen zufolge in Wirklichkeit zu verschiedenen Zeiten abspielten.[49]
           Das Thema war – unter den Taten der Königsfamilie von historischer Bedeutung – auch in jener Liste vertreten, die auf Grund des Oesterreichischen Plutarch Hormayr für Großherzog Johannes zur Gemäldeserie zusammenstellte, die das Schloss Thernberg schmücken sollte. Die geschmackformende, belehrende und Propagandafunktion der vervielfältigten grafischen Blätter erkannt, betonte Hormayr, dass es – zur Vertiefung der patriotischen Gefühle der breiten Öffentlichkeit – wichtig wäre, die Gemälde auch in Stichvarianten zu verbreiten. „Welche Aufforderung an unsere besten vaterländischen Kupferstecher, eine Gallerie solcher Tableaus zu liefern, die nach und nach gewiß in keinem bedeutenderen Hause fehlen würden, wo vaterländische Gesinnungen einheimisch sind.”[50]
          Die Popularität des ikonografischen Typs in Ungarn bezeugt, dass dies das dritte Stück jener Serie gewesen wäre, das der ungarische Adel Anfang der 1820er Jahre für das Pester Nationalmuseum Peter Krafft in Auftrag geben wollte. Von den Gemälden entstanden letztendlich nur die Darstellungen des Ausbruchs von Miklós Zrínyi aus Szigetvár beziehungsweise der Krönung von Franz I. zum ungarischen König (1792, Pressburg).[51]
 
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           Die Buchillustrationen der Zeit der Aufklärung und der Frühromantik beleuchten neben den Gattungs- und stilistischen Veränderungen auch den Anfang jener revolutionären Veränderung, die im 19–20. Jahrhundert in der Bildanschauung, der Umwandlung des Verhältnisses zum Bild erfolgte. Die Masse der Bilder der immer billiger zu kaufenden Bücher, populären Kalendarien, Almanache, Reisebeschreibungen und einzeln verkaufter Stichblätter spielten wichtige Rolle im Allgemeinwerden jenen Bildanspruchs,[52] den später das Fotografieren, die fotomechanische Bildvervielfältigung, das Kinobild und heutzutage das Internet zu befriedigen versucht.
 
 
                                 Papp Júlia PhD
                      
                                                         
                                                       
 
 
 
 
 
 
 


[1] Peter R. Frank, Johannes Frimmel: Buchwesen in Wien 1750–1850. Kommentiertes Verzeichnis der Buchdrucker, Buchhändler und Verleger. Wiesbaden 2008.
[2] Das Zeitalter Maria Theresias. Meisterwerke des Barock (Ausstellung, Österreichische Galerie Belvedere Wien im Musée national d’histoire et d’art Luxemburg, 18. Nov. 2006 – 11. Feb. 2007). Hg. von Michael Krapf und Cornelia Reiter. Wien 2006, 204.
[3]Die Hauptgötter der Fabel. Wien 1793.; Iconologie für Dichter, Künstler und Kunstliebhaber. Wien 1801.
[4]Es war aber auch unsere Absicht nicht, ein Werk zu liefern, das seines unendlich hohen Preises wegen nur für große Bibliotheken seyn kann: unser Werk sollte, indem wir es in Ansehung der Kupfer dem Französischen Originale so nahe als möglich zu bringen suchten, zugleich den Vermögensumständen des Künstlers, des Gelehrten, und überhaupt der Mittelclasse des lesenden Publicums angemessen seyn…” Ovids Verwandlungen. In Kupfern vorgestellt, und mit nöthigen Erläuterungen versehen. Herausgegeben von einer Gesellschaft. Wien, gedruckt bey Ignaz Alberti, k. k. privil. Buchdrucker. 1791. I. 4.
[5] Abbildungen der vorzüglichsten alten Statuen und Grouppen, die sich theils in Rom theils in Paris befinden. Nach den Zeichnungen des H. F. Perrier. Auf Kosten der Herausgegeber von Ovids Verwandlungen. Wien 1797.
[6] Einführung in die Trivialliteratur. Zoltán Szendi (Hg.) Budapest 2006. 
[7] Werner Telesko: Geschichtsraum Österreich. Die Habsburger und ihre Geschichte in der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts. Wien, Köln Weimar 2006, 313320.
[8] Österreichischer Taschenkalender für das Jahr 1802, 1805; Österreichisches Taschenbuch für das Jahr 1806. (Kupferstecher: Caspar Weinrauch).
[9] Le Plutarque de la jeunesse ou abrégé des vies des plus grands hommes de toutes les nations. Depuis les temps les plus recculés jusqu’à nos jours ; au nombre de plus de 200, et ornées de leurs portraits. Ouvrage élémentaire, propre à élever l’âme des jeunes gens, et à leur inspirer les vertus utiles à la société. Rédigé par Pierre Blanchard, 4 tomes. – Paris an XI-1803 Aus dem Französischen übersetzt und mit neuen Angaben ergänzt hat seine sechsbändige Biografiesammlung auch Karl Reichard. Moderne Biographien, kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, welche sich, seit dem Anfange der französischen Revolution bis zu dem Wiener Frieden, als Regenten, Feldherren, Staatsmänner, Gelehrte und Künstler ausgezeichnet haben… Leipzig 1811.
[10] Klaus Dieter Füller: Erfolgreiche Kinderbuchautoren des Biedermeiers. Frankfurt am Main 2006. (Kinder- und Jugendkultur, -literatur und -medien. Band 42.)
[11] Otmar Seemann: Bibliographia Dolliana. Nach den verschiedenen Doll-Verlagen getrennt. Stand: März 1998. Manuscript.
[12] Neuer Plutarch, oder kurze Lebensbeschreibungen der berühmtesten Männer aller Nationen von den ältesten bis auf unsere Zeiten. Herausgegeben von Peter Blanchard. Aus dem Französischen frey übersetzt, und mit neuen Biographien vermehrt. Erster Band – Zweiter Band. Wien 1806. Dritter Band – Vierter Band. Wien 1807. „Manche, wir dürfen sagen die meisten unserer Leser, haben zuverlässig die Erfahrung gemacht, wie sehr eine Biographie an Anschaulichkeit und Leben gewinne, wenn wir zugleich das Bildniß des Helden vor Augen haben. Wir lesen gleichsam in seinen Zügen seine Thaten, und das Aeussere wird uns der Seele Spiegel. So findet man hier zu jeder Lebensbeschreibung das Portrait des Geschilderten, von denen sich, da sie nach den besten Originalblättern kopirt wurden, mit Zuverläßigkeit behaupten läßt, daß sie die französichen sehr weit hinter sich zurücklassen „ Neuer Plutarch 1806, Erster Band. VVI.
[13] Júlia Papp: Angaben zum Lebenslauf des Kupferstechers Johann Blaschke (1770–1833) In: Wiener Geschichtsblätter 2008 (63) Heft 1. 55-68.; Júlia Papp: Relations among illustrators and publishers in Vienna on the turn of the 18th and 19th century mirrored in the works of Johann Blaschke (1770–1833) In: Johannes Frimmel – Michael Wögerbauer (Hrsg.): Kommunikation und Information im 18. Jahrhundert. Das Beispiel der Habsburgermonarchie. Buchforschung 5. Wiesbaden 2009, 189–200.
[14] Wiener Damenkalender zum Nutzen und Vergnügen auf das Jahr 1796. Im Verlag bey Christoph Peter Rehm.
[15] Oesterreichischer Plutarch, oder Leben und Bildnisse aller Regenten und der berühmtesten Feldherren, Stattsmänner, Gelehrten und Künstler der österreichischen Kaiserstaates von Joseph Freyherrn von Hormayr. Wien 1807–1814. I–XX. Band. Im Verlage bey Anton Doll.
[16] [Pierre Blanchard]: Novij Plutarch… Buda 1809.
[17] Neuer Plutarch, oder kurze Lebensbeschreibungen der berühmtesten Männer und Frauen aller Nationen von den ältesten bis auf unsere Zeiten. Nach dem Französichen des Peter Blanchard neu herausgegeben, vermehrt und fortgesetzt von Friedrich Kraft. IVI. Band. Pesth 1815, bei C. A. Hartleben.
[18] [Pierre Blanchard]: Plutarch nou… Tomu III. Buda, 1819. Die Stiche fertigte der Pester Kupferstecher SámuelLehnhardt.
[19] „Mit gleichem Interesse wird daher die Jugend und das reifere Alter, der Geschäftsmann und der Künstler, der Philosoph und der Diplomatiker bei jenen Schilderungen verweilen, welche ihm die nachahmungswürdigsten Muster zeigen, aber ihn auch zugleich belehren, welche Fehler und Wege er sorgfältig zu vermeiden habe.” Kraft 1815, Band I. IVV. Die Biografiesammlung des anderen populären „Jugendschriftstellers”, Leopold Chinani, illustrierten Szenen aus dem Leben der vorgestellten Berühmtheiten. (Biographien berühmter und verdienter Männer aller Zeiten und Nationen. Für dir Jugend bearbeitet von Leopold Chimani. Mit drei illuminirten Kupfer. Wien. In der Kunsthandlung des H. E. Müller am Kohlmarkt No. 1143.) Die von Ernst Friedrich Buchholz in Pest herausgegebene, illustrierte Biografiesammlung bot den Lersern auch anekdotische Merkwürdigkeiten. (Historischer Bildersaal oder Gemälde merkwürdiger Begebenheiten aus der Geschichte; ausgezeichnete Biographien und Charakterschilderungen nebst interessanten Anekdoten aus dem Leben berühmter Menschen der ältern und neuern Zeit. Herausgegeben von Ernst Ferdinand Buchholz. Pesth bey Konrad Adolph Hartleben. 1811.)
[20] Ilsebill Barta: Familienporträts der Habsburger. Dynastische Repräsentation im Zeitalter der Aufklärung (Museen des Mobiliendepots; Sammelbd. 11), Wien – Köln – Weimar 2001.
[21] Martinet del. C. Girardet sculp. Wien Museum, Wien. Inv. Nr.: 218.402.; Friedrich Leybold: Maria Theresia am Sterbebette eines armen Familienvaters (Litographie, 1861, ÖNB) Vgl.: Telesko 2006, Abb. 18.
[22] Anton Messmer (17281773): Bildnis der Kaiserin Maria Theresia in Witwentracht. Österreichische Galerie. Um 1770. (Inv. Nr.: 4435.) Elfriede Baum: Katalog der Österreichischen Barockmuseums im Unteren Belvedere in Wien. München – Wien 1980, Band 1. Kat. 283. 422-423.; Das Zeitalter Maria Theresias 2006, 68. (Kat. 78.)
[23] Akademie der bildenden Künste, Wien. (Inv. Nr.: 207.) Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste in Wien. Illustriertes Bestandverzeichniss. Renate Trnek. Wien 1989, S. 66. Vgl.: Maria Theresia und ihre Zeit. Zur 200. Wiederkehr des Todestages. Ausstellungskatalog. 13. Mai bis 26. Oktober, 1980. Wien, Schloß Schönbrunn. Salzburg – Wien 1980. 197. (Kat. 33,03)
[24] Saur Allgemeines Künstlerlexikon. Band 30. München – Leipzig 2001, 227–228.
[25] Danuta Ucnikova: Portréty Márie Terezie a jej rodiny. Porträts von Maria Theresia und ihrer Familie. Bratislava 1991, Kat. 41, Kat. 42, Kat. 47.
[26] Maria Theresia. O. J. KHM, (Innsbruck, Hofburg) (Inv.Nr.: GG 8032); Maria Theresia in Witwentracht. O. J. Szépművészeti Múzeum, Budapest (Inv. Nr.: 53.466.) Museum of Fine Arts Budapest. Old Masters’ Gallery. Summary Catalogue Volume 3. Edited by Ildikó Ember and Imre Takács. Budapest 2003, 18.
[27] Maria Theresia mit ihren Söhnen Joseph, Leopold, Ferdinand und Maximilian. 1772. KHM, (Inv. Nr. GG 3457.) Barta 2001, Abb. 68.
[28] KaiserinMaria Theresia (1717–1780). O. J. KHM, (Inv. Nr.: GG 7026)
[29] Wenzel Wherlin: Die Familie Erzherzog Leopolds, Großherzog von Toskana. 1773. KHM Schloß Ambras, (Inv. Nr. GG 8785.) Barta 2001, Abb. 23.
[30] Maria Theresia im Kreise ihrer Kinder. 1776. Österreichische Galerie, Wien, (Inv. Nr.: 2.296.) Vgl.: Maria Theresia und ihre Zeit 1980, 272.; Kunst des 19. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 19. Jahrhunderts. Band 2. F-K. Bearbeitet von Elisabeth Hülmbauer. Wien 1993, 46.; Barta 2001, Abb. 93.
[31] Maria Theresia. Wien Museum (Inv.-Nr. 94.161) Zsuzsanna Bakó: Egy magyarrá lett német festő. Donát János élete és munkássága 17441830 (Leben und Werk eines zum Ungarn gewordenen deutschen Malers 17441830). In: Tanulmányok Rózsa György tiszteletére. Magyar Nemzeti Múzeum (Studien zu Ehren von György Rózsa). Budapest 2005, 136.
[32] Kaiserin Maria Theresia (17171780) mit der Statue des Friedens, 1772. KHM, Schloss Ambras, Innsbruck. (Inv.Nr.: GG 6948.); Kaiserin Maria Theresia (17171780) mit der Statue des Friedens, 1773. KHM, Gemäldegalerie, Saal VII. (Inv.Nr.: GG 6201); Nach: Anton von Maron, Kaiserin Maria Theresia (17171780) als Witwe. O. J. KHM, (Inv.Nr.: GG 9404.) Vgl.: Maria Theresia und ihre Zeit 1980, 197. (Kat. 33,02)
[33] Baum 1980, Band 1. 422.
[34] Museum of Fine Arts Budapest 2003, 97. (Inv. Nr.: 54.1776) ; Maria Teresia als Königin von Ungarn. Schloß Halbturn. 15. Mai – 26. Oktober 1980. Ausstellungskatalog. Redaktion: Dr. Gerda Mraz, Dr. Gerald Schlag. 199. Kat. 242. (Abb. 13)
[35] Maria Theresia Rom. Imperatrix…1770. Wien Museum (Inv. Nr.: 16084, 91932.) James Friesen: Kupferstecher der Wiener Akademie im späteren achtzehnten Jahrhundert. In: Mitteilungen der Gesellschaft für vergleichende Kunstforschung in Wien 32. Jahrgang. September 1980. Nummer 3/4. 3. Abb. 1. Brigitte Zmölnig: Jakob Matthias Schmutzer (1733–1811) – Die Landschaftszeichnungen aus dem Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste in Wien. Diplomarbeit. Universität Wien. Wien 2008, 54. Artaria verkaufte auch den kleinformatigen Kupferstich von G. F. Fiesinger. (Viennae apud Artaria Societ) (Wien Museum, Inv. Nr.: 103.974; 73852)
[36] Ungarisches Landesarchiv (Inv.-Nr.: T 15, NO. 36. 1/1.) Ildikó N. Dávid: A kolozsvári egyetem építészeti oktatása a XVIII. század végén (Architekturunterricht der Universität von Klausenburg am Ende des 18. Jahrhunderts). In: Művészet és felvilágosodás. Művészettörténeti tanulmányok (Kunst und Aufklärung. Kunsthistorische Studien) Red.: Anna Zádor – Hedvig Szabolcsi, Budapest 1978, 305.
[37] [Stephani Spaits]: Tabula districtus studiorum et scholarum nationalium per Regnum Hungariae… Buda, 1783. Országos Széchényi Könyvtár, Budapest, Térképtár. (Ungarische Nationalbibliothek, Budapest, Kartensammlung) Inv. Nr: TK 1662 (86,6 x 101,8 cm). Vgl.: Maria Teresia als Königin von Ungarn 1980, 173. (Kat. 84.); Katalin Fehér: II. József közép- és felsőoktatáspolitikája a korabeli sajtó tükrében (Die Mittel- und Oberschulbildungspolitik von Joseph II. im Spiegel der zeitgenössischen Presse). In: Magyar Könyvszemle [Ungarische Buchschau] (114) 1998/4, 352.
[38] Schütz, Joseph Baptist: Allgemeine Weltgeschichte für denkende und gebildete Leser. Nach Eichhorns, Gallettis und Remers Werken bearb. Wien 1805. Bd 18. Achter Band. Frontispiz.
[39] Hormayr 1807, 11. Bändchen. Frontispiz.
[40] Neuer Plutarch 1807, Dritter Band, Frontispiz. Elisabeth v. Engl.; Anna v. Frkrch.; Mar. Theresia; Catharina II. Vgl.: Seemann 2002, 2094–269.
[41] Kraft 1815, Vierter Band. Frontispiz. Mar. Theresia, Catharina II.
[42] Kazinczy Ferenc levelezése (Korrespondenz von Ferenc Kazinczy). Veröffentlicht v. Dr. János Váczy, Bd. 18, Budapest 1908, Brief Nr. 4221, Sámuel Igaz an Kazinczy, Wien, 18. Juli 1823, 377.
[43] Hébe Zsebkönyv MDCCCXXIV (Hebe Taschenbuch), Hrsg.: Sámuel Igaz. Gedruckt in Wien von Leopold Grund, gez. l. u.: Meitens (sic!) fest. (gemalt) 1748, gez. r. u.: Berkovetz metsz. (gestochen).
[44] Carl Haas: Kaiserliche – königliche Bilder-Gallerie im Belvedere zu Wien. Nach den Zeichnungen des k. k. Hofmahlers Sigm. V. Perger, in Kupfer gestochen von verschiedenen künstlern. Nebst Erklärungen in artistischer und historischer Hinsicht. Vierter Band. [36] 1828. Wien und Prag. Bey Buchhändler Carl Haas. Den Stich fertigte Joseph Kovatsch an. Auch ein solcher, von Perger und Kovatsch nach dem Gemälde von Maron gemachter Kupferstich, bei dem an der Stelle der allegorischen Skulptur des Friedens eine große Vase zu sehen ist. Wien Museum, (Inv.-Nr.: 85.259).
[45] Sándor Szilágyi (Red.): A magyar nemzet története, VIII. kötet (Geschichte der ungarischen Nation, Band VIII.), Budapest 1898, 368-369.; Az Osztrák-magyar Monarchia írásban és képben (Die Österreich-Ungarische Monarchie in Schrift und Bildern, Einführungsband, Budapest 1886, 513.
[46] M. Theresia auf dem Landtage zu Presburg. Frontispiz. In: Ludewig Albrecht Gebhardi: Geschichte des Reichs Hungarn. Dritter Theil. Pesth 1802. Bey Joseph Leyrer, Buchhändler.
[47] Életünket és Vérünket (Unser Leben und Blut), nicht gekennzeichnet. In: Magyarok’ Eredete, a’ régi, és mostani magyaroknak nevezetesebb tselekedeteivel együtt. Második könyv (Ursprung der Ungarn, mit den namhaften Taten der alten und jetzigen Ungarn. Zweites Buch), 1808. Írta Szekér J. Aloysius … Második megbővített Kiadás. Pesten, Hartleben Konrád Adolf Könyvárosnál a’ Vátzi utszában. (Verfasst von J. Aloysius Szekér… Zweite, erweiterte Ausgabe. In Pest, beim Buchhändler Konrád Adolf Hartleben in der Váci Strasse), 1808.
[48] Maria Theresia und ihre Zeit 1980, 463-465.;Telesko 2006, 79-105, 352.
[49] Barta 2001, Abb. 51.
[50] Archiv für Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst. Freytag den 11. Montag den 14. und Mittwoch den 16. October 1811. (Nr. 122, 123 und 124.) 523. Vgl.: Frodl- Schneemann 1984, 67, 181. (Anm. 205).
[51] Frodl- Schneemann 1984, 67.
[52] „Vor allen Dingen sollten wir es rühren, dass unsre [!] Zeiten nicht so arm, wie die vergangenen, an Bildern sind. Durch Bilder werden wir belehrt. Was keine Sprache uns beschreiben kann, was wir mit Hundert Worten oft nicht wiedergeben könnten, dass fassen wir im Bilde mit einen einzigen Blicke auf. Von dieser Seite angesehen, behaupten alle Kupferstiche in Büchern den ersten Rang, die uns den Gegenstand, von dem geredet werden soll, zum lebendigen Anschauen bringen.” Carl Gottlieb Horstig (1763–1835): Revision der neuen Bücherkupfer. In: Archiv für Künstler und Kunstliebhaber, 1808. 2. Band, 4 Heft, 47. Vgl.: Doris Schumacher: Kupfer und Poesie. Die Illustrationskunst um 1800 im Spiegel der zeitgenössischen deutschen Kritik. Köln, Weimar, Wien 2000, 135.
 
 
 
 

 


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