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Lebenslauf und Berufslaufbahn des Militäringenieurs Lajos Goró von Agyagfalva (1786–1843)

2012.02.25

 

Lebenslauf und Berufslaufbahn des Militäringenieurs Lajos Goró von Agyagfalva (1786–1843)
 
     Die starke Zuneigung zur Antiquität durchdrang im 18. Jahrhundert zahlreiche Gebiete der Bildung und brachte in Europa ein spezifisches geistiges Klima zustande. Es bildete sich eine sowohl ihrer Abstammung, als auch Beruf her heterogene, internationale Gesellschaft heraus, unter deren Mitgliedern Wissenschaftler, Amateur-Antiquitätenforscher, Kunstsammler und Kunsthändler gleichfalls zu finden sind. Gegenstand der europaweit betriebenen Presse- bzw. Privatkorrespondenz war die Beschreibung, Interpretation sowie Untersuchung ikonografischer und formaler Kennzeichen der Literatur- und Kunstdenkmäler, Kritik der zum Thema erschienenen Bücher.
     Der ungarischstämmige Offizier Lajos Goró von Agyagfalva[1] ist in Siebenbürgen geboren und diente im österreichischen Heer, er gehörte mit seinen zu archäologischen Themen in ungarischen und ausländischen Zeitungen publizierten Artikeln, seinen Kontakten zu ungarischen, österreichischen und italienischen Historikern sowie Altertumsforschern, bzw. seinem 1825 erschienenen Buch „Wanderungen durch Pompeji”, das auf persönlichen Ermessungen basiert, und dessen umfangreichen internationalen Rezeption zu dieser geistigen Gesellschaft. Goró verkörperte gleichzeitig jene europäische Offiziersschicht, deren Mitglieder sich professionell oder als Amateure mit Architektur, bildender Kunst, Archäologie oder Sammeln von Kunstwerken beschäftigten. Seit dem 16–17. Jahrhundert sind — besonders unter den Militäringenieuren mit Zeichen-, Architektur-, Ingenieur- und Pionierausbildung — oft solche, die an ihrem Dienstort an kartografischen, Burgbau- oder — wie beispielsweise bei Pompeji und Herculaneum — archäologischen Arbeiten teilnahmen. Der andere Teil der Offiziere beschäftigte sich in seiner Freizeit mit Kunst- und archäologischen Denkmälern, von ihren ausländischen Dienststellen veröffentlichten sie Reisebeschreibungen, sammelten Antiquitäten oder unternahmen gelegentlich Ausgrabungen. Obwohl Lajos Goró seine Altertumsforschung grundlegend außerhalb der Dienstzeit, als Amateur durchführte, wandte er seine theoretischen und praktischen Kenntnisse aus Archäologie, Architektur und Geschichte auch in seiner dienstlichen Tätigkeit mehrmals in höherem Maße, als zu erwarten, an.
 
1.      Berufseinstieg von Lajos Goró und seine Berichterstattung aus Italien
 
     Lajos Goró ist am 14. Juni 1786 als Sohn von Miklós Goró und Sára Balia in Siebenbürgen, in Déva, im Komitat Hunyad, in einer protestantischen Adelsfamilie geboren. Ab September 1802 studierte er in der ältesten militärischen Erziehungs- und Bildungsanstalt des Habsburgerreiches, an der 1717 durch Karl VI. auf Vorschlag des Eugen von Savoyen gegründeten Wiener militärischen Ingenieur-Akademie.[2] Ober-Director der Institution war ab 1801 fast fünfzig Jahre lang der auch zum General-Director des Genie- und Fortifications-Wesens ernannte Erzherzog Johannes, mit dem Goró im letzten Jahrzehnt seines Lebens regelmäßige Arbeits-Korrespondenz führte.
     Die Stationen der militärischen Laufbahn von Lajos Goró beziehungsweise seine Dienststellen kann man anhand der im Wiener Kriegsarchiv befindlichen Conduite-Liste genau rekonstruieren.[3] Im September 1805 wurde er Ingenieur Corps Cadet, 1807 Oberlieutenant. 1809, in den napoleonischen Kriegen nahm er in der Schlacht von Aspern sowie an der Verteidigung des Preßburger Brückenkopfes teil. Zeichen seines frühen Interesses an der Kunst und Literatur ist, dass 1809 in Preßburg sein Poem „Eggy ének Aspern ütközete után” erschien, dessen Mottos entnahm er Gedichten des namhaften ungarischen Dichters und Gardeoffiziers Sándor Kisfaludy, der am Adelsaufstand 1809 gegen Napoleon teilnahm, sowie Mihály Csokonai Vitéz.
    Zwischen 1813 und 1815 diente er in Italien — ab 1815 als Capitainlieutenant — , dann ab Anfang 1816 in Dalmatien, in Spalato. Während seines Dalmatien-Aufenthaltes studiete er regelmäßig die römischen Denkmäler in Spalato, Salona und der Umgebung.[4] Laut der Zeitschrift Wiener Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (desweiteren Archiv), die Josef von Hormayr redigierte, nahm Goró 1817 an jenen archäologischen Forschungen teil, die Anton Steinbüchel von Rheinwall[5] (1790–1883), Professor der Münz- und Antiquitätenkunde der Wiener Universität bzw. wissenschaftlicher Direktor des Münz- und Antikenkabinetts am Hof sowie der Ambras-Sammlung, leitete.[6]
     Die im Archiv erwähnte Jahreszahl 1817 scheint ein Schreibfehler oder Irrtum zu sein, denn Steinbüchel kam im Frühjahr 1818 im Gefolge des Kaisers Franz nach Dalmatien, wo er während seines vierwöchigen Aufenthaltes in Spalato auch die römischen Denkmäler der Umgebung der Stadt untersuchte.[7] Über seine Forschungen gab er 1820 eine ausführliche Reisebeschreibung heraus,[8] in deren Anhang — zum Teil mit dem Ziel der Ergänzung der früher erschienenen epigrafischen Korpuse Dalmatiens — er den Text 130 beschrifteter, antiker Steine und ihren Fundort publizierte. Steinbüchel beschreibt ausführlich die antiken Ruinen von Spalato und Salona, berichtet auch sehr eindrucksvoll über jene abenteuerliche Reise, als sie mit einem örtlichen Fremdenführer in die einstige Bergfestung des antiken Anderium gelangten.
     Obwohl Steinbüchel den Namen Goró in seiner Reisebeschreibung nicht erwähnt, macht ihre gemeinsame Forschungsreise in Dalmatien nicht nur das ähnliche Interesse wahrscheinlich, sondern auch jener Pressebericht, wonach Goró als Mitarbeiter der militärischen Baudirektion in Spalato bei der Abwicklung der Feierlichkeiten zum Besuch des österreichischen Kaiserpaares 1818 in Dalmatien eine Rolle spielte. Aus der Artikelreihe der Wiener Magyar Kurir, das mit den Stationen des am 10. April 1818 begonnenen herrschaftlichen Besuchs bekannt macht, geht es hervor, dass die Festbeleuchtung am 14. Mai in Spalato „Ingenieur Kapitány Goró Úr” (Ingenieur Capitain Herr Goró) inszenierte. Das Herrscherpaar besichtigte die in der Umgebung von Salona kurz zuvor freigelegten Überreste der antiken Wasserleitung sowie jenen Sarkophag, den Steinbüchel bei seinen Forschungen fand, den Darstellungen der Taten des Herakles schmückten.[9] Die ungarische Zeitung in Wien berichtete auch darüber, dass Capitain Goró dem Kaiser jene eigenhändige Zeichnung überreichen konnte, die er über das etwa drei Wochen zuvor freigelegte, von acht Säulen getragene Gewölbe des antiken Palastes des Diocletian anfertigte.[10]
     Beim herrschaftlichen Besuch 1818 in Spalato also waren Goró und Steinbüchel — von amtswegen — gleichermaßen im direkten Umfeld des Kaisers tätig, so mussten sie sich allemal kennen. Aus Steinbüchels Reisebericht geht es eindeutig hervor, dass er die Bergfestung von Anderium zum Beispiel nicht alleine bestieg. Goró interessierte sich für die antiken Denkmäler, sprach gut deutsch, der Offizier studierte in Wien, war Local-Director der Baudirektion, diente schon das dritte Jahr in Dalmatien, konnte so geeigneter Begleiter des Wiener Wissenschaftlers beim Erforschen der Denkmäler in der Umgebung von Spalato sein. Obwohl über Gorós Forschungen in Dalmatien keine Beschreibung bekannt ist, zeigt Steinbüchels ausführlicher Bericht jene Methoden und Aspekte, aufgrund deren sicher auch Goró seine archäologischen Untersuchungen durchführte.
     Ab 1819 diente Goró — bereits als Hauptmann — wieder in Italien, in Mantua. Nachdem Ferdinand IV., König beider Sizilien, 1820 vom Militär zum Rücktritt gezwungen wurde, bat er die Heilige Allianz um Hilfe zur Zurückgewinnung seines Throns. 1821 „pazifizierte” das von Johann Frimont[11] (1759–1831) geführte österreichische Heer den Neapolitanischen Aufstand. Der Mitte Januar gestartete Feldzug brachte schnellen Erfolg: Frimont marschierte Ende März an der Spitze seines siegreichen Heeres in Neapel ein, und bald wurden auch die provinziellen Aufstände niedergeschlagen. Da der Binnenkrieg das neapolitanische Heer völlig ruinierte, blieben auf Wunsch des wiedereingesetzten Herrschers die österreichischen Truppen in Neapel und Sizilien. 1825 verließ der Großteil des Heeres das Land, lediglich eine Einheit von 12.000 Mann blieb in der Hauptstadt. Darunter Lajos Goró, der laut der Conduite-Liste von April 1821 bis April 1827 in Neapel stationiert war.[12]
     Während seines Aufenthaltes in Neapel studierte Goró außerhalb seiner Dienstzeit — als Fortsetzung der in Dalmatien begonnenen archäologischen Erkundungen — die in Pompeji laufenden archäologischen Ausgrabungen, die freigelegten Gebäude und Gegenstände. Seine Forschungen unterstützten — wie er im Vorwort seines 1825 erschienenen Pompeji-Buches betont[13] — auch seine militärischen Befehlshaber, Johann Frimont sowie János Hrabovszky[14], Chef des General Quartier-Meisterstabes in Süditalien.
     Der aus einer lothringischen Adelsfamilie stammende Frimont hatte eine besondere Vorliebe für die Ungarn, für das Land Ungarn. 1801–1805 diente er in Debrecen, nicht viel später in Sopron und Pécs, hielt hier auch seine Hochzeit. 1819 schenkte ihm der Herrscher das Kammergut des siebenbürgischen Palota (Komitat Bihar) und Umgebung. Von der anhaltenden gönnerhaften Beziehung des ungarisch hervorragend sprechenden Frimont zu Lajos Goró zeugt die ungarischsprachige Dichtung, die Goró 1828 zum Fest der Grundsteinlegung der Kirche von Palota schrieb.[15] Die Asche von Frimont wurde auch in einer Kirche in Palota bei Nagyvárad beigesetzt, deren Bauherr er selbst war.
     Dabei, dass Johann Frimont Gorós archäologische Forschungen in Neapel unterstützte, konnte auch sein persönliches Interesse mitgespielt haben. Dass im November 1821[16] bzw. am 17. November 1823 in Pompeji — über das Letztere berichtete auch Goró[17] — im Beisein von Frimont mehrere wertvolle antike Funde „zum Vorschein kamen”, kann als in der Zeit übliches, zu Ehren hochrangiger Gäste veranstaltetes Protokoll-Ereignis betrachtet werden. Dass aber im Juli 1821 Frimont, der Befehlshaber der Besatzungstruppen, — wie es seine eigenhändigen Briefe beweisen — mit beispielhafter Eile, persönlich in der Untersuchung des Falles einiger österreichischer Soldaten, die bei den Ausgrabungen in Pompeji randallierten, und der Bestrafung der Schuldigen disponierte,[18] weist auf eine Achtung der archäologischen Forschungen über die amtliche Pflicht hinaus.
     Parallel zur archäologischen Forschung publizierte Lajos Goró — teils über deren Ergebnisse, teils in anderen Themen — in der ungarischen und Wiener Presse. 1822 veröffentlichte das Wiener Magyar Kurir seine Reihe über die Ausbrüche des Vesuv.[19] Am Ende des Berichtes schrieb Goró — auf der Suche nach Unterstützung — über sein in Arbeit befindliches Pompeji-Buch.[20]
     Eine Zeit lang war er regelmäßiger Berichterstatter des Wiener Archivs von Josef Hormayr. Die Anerkennung Hormayrs für Gorós Person und Tätigkeit zeigt, dass er am Ende der Pompeji–Berichterstattung der Nummer 89–90 des Jahres 1824 darüber schreibt, dass im Mai eine schwere Krankheit den kunst- und wissenschaftverständigen, hervorragenden Offizier des Neapolitanischen Heeres, Lajos Goró, bedrohte, der seit seiner Genesung aber wieder Berichte nach Wien schickt. Er erwähnt Gorós seit mehreren Jahren laufende Forschungen in Pompeji, deren Ergebnisse er seinem auf Urlaub heimgekehrten Unterstützer, Frimont, übergab, damit er es an Erzherzog Johannes weiterleitet.[21] Auch Hormayr blickte mit großer Erwartung auf das Erscheinen der Arbeit, in der ein österreichischer Offizier aufgrund eigener Erfahrungen die neuesten archäologischen Entdeckungen sowie die früher erschlossenen Fundorte beschreibt.
     Obwohl sich die meisten der von Goró an das Archiv geschickten Neapolitaner Berichte mit der Geschichte des Vesuv oder mit den früheren sowie neuesten Ausgrabungen in Pmpeji und Herculaneum beschäftigten[22], zeugen einige andere Themen seiner Reportagen von seinem weitverzweigten literarischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Interesse. In der Nummer 46 zum Beispiel brachte er einen ausführlichen Bericht über das Grabmal des heiligen Severin, dem Apostel Österreichs, das sich in Neapel befand, berief sich auch auf Hormayrs historische Forschungen über das Leben des Heiligen. In der Nummer 82 beschäftigte sich Goró mit den italienischen Werkstätten, die antike Gegenstände, Kunstdenkmäler fälschten, in der Nummer 88 dann berichtete er über die von Niccolini, Direktor der Kunstakademie in Neapel, redigierte Publikation, die die herausragenden Kunstwerke des Real Museo Bourbonico (Bourbon königliches Museum) vorstellte.
     In der Spalte „Régiségek” (Antiquitäten) des VIII. Bandes der Tudományos Gyűjtemény 1826 publizierte Goró eine Vorstellung der beiden Denkmäler mit ungarischem Bezug im Dom von Neapel: des Grabsteines von Prinz Andreas, dem Bruder Königs Ludwig d. Großen, den 1345 seine politischen Gegner ermorden ließen, sowie des 1599 aufgestellten gemeinsamen Grabdenkmales von Karl I., Karl Martell und Clementine von Habsburg (den Eltern und einem Ahnen des 1308 zum ungarischen König gekrönten Karl Robert).[23]
     Von Gorós literarischem Interesse zeugen die erwähnten Gedichte – die Schlacht von Aspern besingende Dichtung von 1809 sowie das zu Ehren von Frimont 1828 geschriebene Poem, die sich an die noch lebendige Tradition der barocken Dichtung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Ungarn anschließen.
 
 2. Ungarische und ausländische Rezeption des Buches Wanderungen durch Pompeji (1825) von Lajos Goró
 
     Beim Ausbruch des Vesuv 79 v. Chr. wurde ein Teil der antiken Siedlungen in der Umgebung von Neapel — darunter auch Herculaneum und Pompeji — von einer Schicht von dickem Lava bzw. Asche- und Steingeröll (Lapilli) bedeckt. Da über die Ruinen von Herculaneum im Mittelalter eine Siedlung gebaut wurde, begann man in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, nachdem bei Bauarbeiten alte Skulpturen und Münzen zum Vorschein kamen, auf Befehl von Prinz D’Elboeuf, dann von Karl von Bourbon, König von Neapel, die unter der erhärteten Lavaschicht begrabenen Ruinen — mit bergbaulicher und Pioniermethode — zu suchen. Die offizielle Ausgrabung des mit lockerer Lapilischicht bedeckten Pompeji begann 1748 auf königliche Anordnung unter der Leitung des Pionieroberst Joachim de Alcubierre. Obwohl das Ziel der Suche anfangs fast ausschließlich die Ergatterung von Kunstschätzen war, gründete der König bereits 1755 die „Accademia Ercolanese”, deren Aufgabe die wissenschaftliche Erforschung und Bekanntmachung der Kunstschätze war. Es kam relativ schnell zur gelegentlich schriftlichen sowie zeichnerischen Dokumentation der freigelegten Gebäudeteile und Funde — besonders danach, dass in der Leitung der Ausgrabungen auch der schweizerische Militäringenieur Karl Weber[24] teilnahm —, die Regeln der archäologischen Ausgrabungen mit wissenschaftlichem Anspruch begannen sich aber erst um die 1860er Jahre zu festigen.[25]
     Die Auffindung von Herculaneum und Pompeji, bzw. die illustrierten Publikationen über die freigelegten Gebäude und Funde spielten eine wichtige Rolle in der Festigung des europäischen Antikenkults des 18. Jahrhunderts. Sie wirkten nicht nur bei den Antikenforschern und Wissenschaftlern, sondern auf zahlreichen Gebieten des alltäglichen Lebens: Aus den Kupferstichsammlungen, die die Motive der Wandbilder, Mosaiken sowie Gebrauchsgegenstände aus Herculaneum und Pompeji zeigten, schöpften auch die Goldschmiede, Modeschöpfer, Juweliere, Wagen- und Dekorationsmaler. Die unter königlichem Monopol stehenden Ausgrabungen, die mehr oder weniger fortlaufend weitergeführt wurden, nahmen unter der französischen Besatzung 1806 bis 1815 großen Elan. Die neapolitanische Königin Caroline Bonaparte-Murat stand mit zahlreichen Berühmtheiten in Europa im Briefwechsel, und sie drängte auf die Ausgabe ausführlicher Führer mit Grundrissskizzen und Illustrationen.
     Einen Teil der Anfang des 19. Jahrhunderts in Ungarn herausgegebenen Reisebeschreibungen von Neapel schrieben solche Offiziere, die — wie Goró — in Italien stationiert waren. Baron János Lakos berichtete über seine Erlebnisse in Neapel in einem Literaturalmanach, „Sámuel Újfalvy, Oberlieutenant des Husarenregiments des B. Frimont” in einer Zeitschrift.[26]
     Lajos Goró widmete seine Arbeit „Wanderungen durch Pompeji”[27] seinem höchsten Befehlshaber, dem königlichen Erzherzog Johannes. Nach der Bekanntmachung der früheren Fachliteratur und der Vorstellung der Geschichte Campanias beschrieb Goró Lage und Geschichte von Pompeji. Er schrieb über die wichtigsten Eigenheiten der antiken Straßen und Grabdenkmäler, stellte dann jene erhaltenen Grabdenkmäler einzeln vor, die in der Via dei Sepolchri (Straße der Gräber) zu finden sind. Im zweiten Kapitel zeigt er die Straßen und Wohnhäuser, im dritten die öffentlichen Plätze und Gebäude. Laut der im Buch befindlichen reichhaltigen Notizen verfügte Goró über umfassende Kenntnisse hinsichtlich der antiken und zeitgenössischen Literatur zur Geschichte und den archäologischen Funden von Pompeji. Ein Teil der Illustrationen der Wanderungen durch Pompeji — besonders Kenntnisse im technischen Zeichnen erfordernde Gebäude-Grundrisse und architektonische Detailzeichnungen (Säulenkapitelle, Ornamente) – entstanden nach der Invention von Lajos Goró beziehungsweise nach seinen Zeichnungen, die an Ort und Stelle gemacht wurden.
     Die ungarische Presse begrüsste das Buch von Goró vor und nach seinem Erscheinen gleichfalls als befolgbares Beispiel für den Anschluss an die europäische Bildung und Wissenschaft. 1824 wird das in Arbeit befindliche Pompeji-Buch erwähnt,[28] 1825 die in Wien erschienene Arbeit vorgestellt. Da in der deutschsprachigen Literatur — schreiben in einer Pester Zeitschrift die Wiener Buchhändler Mörschner und Jasper — noch keine Arbeit zu diesem Thema erschienen ist, und über die Ausgrabungen nach 1817 auch die ausländischen (nicht deutschsprachigen) Bücher noch nichts enthielten, ist es zu hoffen, dass das Buch von Goró eine Zustimmung finden wird.[29] Einige Monate später verspricht der Redakteur der Zeitschrift eine detaillierte Vorstellung und gibt bekannt, dass die Arbeit des ungarischen Wissenschaftlers bereits auch in Ungarn zu kaufen ist.[30] Der Rezensent des Magyar Kurir hebt hervor, dass Goró seine Angaben nicht zweiter Quelle, sondern den eigenen Forschungen entnahm.   Nach der Präsentation der Einteilung und den Illustrationen des Buches spornt er den Autor zur Erstellung der ungarischsprachigen Version an.[31]
     1826 gab einer der bekanntesten ungarischen Dichter und bedeutendster Literaturorganisator seiner Zeit, Ferenc Kazinczy, der — wie es sich aus seiner Korrespondenz herausstellt — Gorós literarische Tätigkeit seit 1810 verfolgte, und der ihn 1824 persönlich kennenlernte,[32] eine lange Rezension des Buches heraus.[33] Auch Elek Horváth beruft sich 1832 in seiner Schrift „Pompeji és Herculanum” auf die Illustrationen im Buch von „hazánkfia Agyagfalvi Goró Lajos” (unser Landsmann Lajos von Agyagfalva), und bedauert, dass das Buch ungarisch nicht erschienen ist.[34]
     Gorós Buch hatte auch im Ausland einen Anklang. Hormayrs Archiv stellt das Werk bereits Ende 1824 im Lebenslauf von Goró vor, und zwar sehr lobend.[35] In der Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode präsentiert ein Autor mit dem Monogramm B. D.,[36] in der Leipziger Amalthea ein Rezensent mit der Signatur B., wahrscheinlich der Redakteur der Zeitschrift, Carl August Böttiger,[37] Gorós Buch. Der Rezensent der Amalthea erwähnt die gemeinsame archäologische Forschungsarbeit von Goró und Steinbüchel in Dalmatien, das Datum der Forschung setzt aber auch er — sicherlich aufgrund des erwähnten Artikels von Hormayrs Archiv — auf 1817. Gorós Buch stellte Adolf Bäuerles Wiener Zeitschrift Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens[38] und die Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung vor.[39]
     Der deutsche Altertumsforscher Eduard Gerhard (1795–1867),[40] der ab 1822 lange Zeit in Rom lebte, ein Mitbegründer des späteren Deutschen Archäologischen Institutes, stellte Gorós Buch in der literarischen Beilage des deutschen Morgenblattes, im Kunstblatt vor. In der strengen Kritik zeichnet sich — natürlich unausgesprochen — der Gegensatz in der Anschauung des eingeweihten „Wissenschaftlers”[41] und des für ihn dilettanten „Ingenieur-Soldaten” heraus: Gerhard hält Gorós Buch für ein größtenteils aus früheren Arbeiten zusammengestohlenes „Pompeji-Gedenkbuch”.[42] Kurze Erwähnung des Buches ist in den Arbeiten des mit Goró gut befreundeten Neapolitaners Carl Bonucci[43] und des Engländers William Gell.[44]
     Die ungarische Presse verfolgte mit einer Art nationalem Stolz[45] auch jene herrschaftlichen Ehrungen, ausländische Auszeichnungen, Akademiemitgliedschaften, die Goró für seine wissenschaftliche Tätigkeit bekam.[46] Der Korrespondent des Magyar Kurir zählt bei der Vorstellung des Pompeji-Buches jene Herrscher (Erzherzogin Mária Ludovika, die bayerischen Könige Maximilian und Ludwig sowie Erzherzog Johannes) auf, die als Dank für das ihnen zugesandte Freiexemplar den Autor mit einem Brief ehrten. Der bayerische König belohnte Goró mit einer goldenen Ehrenmedaille, die österreichische Erzherzogin schenkte ihm einen Dianantenring.[47] Die ungarische Presse berichtete auch darüber, dass Goró für sein Buch über die Ausgrabungen in Pompeji in die Reihe der Mitglieder der Neapolitaner Bourbon-Herculanum-Akademie und der Römer Archäologie Gesellschaft aufgenommen wurde, und der Kaiser genehmigte ihm die Entgegennahme der Diplome.[48]
 
3.      Die Tätigkeit von Lajos Goró als Militäringenieur in Siebenbürgen der Entwurf der Heiligen Georg-Kaserne in Klausenburg   
 
     Goró verließ Neapel im April 1827 beim Rückzug der österreichischen Truppen. Zuerst kam er nach Wien, im Januar 1829 als Local-Director der Fortifications-Districts Direction des Gebietes Siebenbürgen der von Erzherzog Johannes geleiteten General Genie Direction nach Carlsburg.[49]
     In dieser Position nahm er aktiv an der Bestimmung des Standortes und dem Erstellen des Bauentwurfs der Heiligen Georg-Kaserne in Klausenburg teil.[50] Der Gedanke eines Kasernenbaus in Klausenburg kam — wegen den Konflikten zwischen der in Privathäusern einquartierten Soldaten und der Bevölkerung — schon Ende des 18. Jahrhunderts auf.[51] Nach der zum Teil vom Geldmangel bestimmten langen Verzögerung wurde der Bau ab 1822 wieder auf die Tagesordnung gesetzt, aber auch die königliche Anordnung von 1827 betraf nur das Sammeln des Geldfondes. 1832 erteilte der König die Genehmigung zum Abbau eines Teils der Stadtmauer, um so zu Steinmaterial zu kommen, und er gab den Befehl zum Baubeginn. Da neben dem seit 1793 gehandelten Areal als Standort für die Kaserne weitere Stadtgebiete in Betracht gezogen wurden, ernannte der königliche Gerichtshof auf Bitte der Stadt im März 1833 eine Kommission zur Bestimmung des endgültigen Standortes. Diesem gehörte als Militärkommissar auch Lajos Goró an.[52] Goró nahm — wie das Protokoll[53] der Sitzungen zeigt — aktiv an der Arbeit der Kommission teil. Nach dem Studieren der früheren Akten, Entwurfszeichnungen und Lageplänen, beziehungsweise der Besichtigung der möglichen Standorte fertigte er eine ausführliche, schriftliche Empfehlung an, die die Kommissionsmitglieder nach gründlicher Überlegung annahmen. Goró betonte in der fünfseitigen Beilage des Protokolls bei der Aufzählung der Vorzüge des empfohlenen Areals neben den Fragen der Kanalisierung und Platzausnutzung auch die schönere und gesündere Lage der Kaserne.
     Die Kommission nahm also die von Goró ausführlich erläuterten Argumente für den neuen Standort an, der König aber beharrte auf dem ursprünglichen Gebiet. Nachdem die Stadt nach drei Abweisungen bereits zum vierten Mal die Genehmigung des neuen Standortes beim König beantragte, wandte sich auch das Hauptrechnungsamt — mit Berufung auf die Argumente des Goró-Vorschlags — mit der Bitte an den Herrscher, dass er den Vorschlag des Stadtrates überdenken solle. Letztendlich stimmte der König — teilweise auf Ansporn des königlichen Kommissars, Ferenc Wlasits, der Klausenburg besuchte, und die Argumente der Goró-Kommission zutreffend fand — dem Standortwechsel zu. In der ersten Hälfte des Jahres 1834 schloss man die Arbeitsverträge ab, Goró sollte die Planänderung und den Kostenanschlag[54] erstellen. Der Grundstein für die noch heute stehende Kaserne wurde 1834 niedergelegt, der Bau um 1838 vollendet.
     1835 wurde Goró zum Major befördert.[55] Ab 1836 diente er in Hermannstadt beziehungsweise in Temeswar als Fortifications-Districts Director. Als Districts Director sandte Goró oft Berichte an Erzherzog Johannes, dem Leiter der General Genie Direction.[56] Der erste, historische Teil seines 15seitigen Manuskriptes mit dem Titel „Bemerkungen. In historischen und militairischen Hinsicht, der Bergschloss und die Gegend von Déva betreffend”[57] war einem seiner Briefe beigelegt und zeugte von seinem Interesse für die ungarische Geschichte.[58]
     Goró beschäftigt sich in seinem Aufsatz mit dem dakischen Ursprung des Namens von Déva, macht dann mit ihrer antiken und mittelalterlichen Geschichte bekannt. Im Text über die antike Geschichte der Burg beruft er sich auf die aus antiken Münzen gewonnenen Informationen, und erwähnt auch Sarmizegetusa, die einstige Hauptstadt von Dakien. Er führt die wichtigsten ungarischen und ausländischen Arbeiten auf, die sich mit diessem Thema befassen.[59] In chronologischer Reihenfolge zeigt er die wichtigsten Ereignisse inbezug auf das Bergschloss, zum Beispiel die Umbau- und Restaurationsarbeiten 1582, 1717 und 1829. Ab der sechsten Seite des Aufsatzes untersucht Goró die Burg aus militärischer —Angriff und Verteidigung — Sicht.
     Goró widmet der Burg von Déva auch später Aufmerksamkeit. Auf einer Gedenktafel an der Burgmauer wollte er den antiken Ursprung des Baus verewigen, sein unerwarteter Tod vereitelte aber diesen Plan.[60] Dieses Vorhaben von Goró erwähnt auch der spätere Forscher, der den antiken Ursprung der Burg von Déva eindeutig bestreitet.[61]
 
 
4.      Die Buch- und Kunstsammlung Gorós
 
 
Seine Buch- und Kunstsammlung bot Lajos Goró im siebenbürgischen Parlament am 30. Dezember 1842 in Klausenburg — im Anschluss an den Antrag von József Kemény und Sámuel Kemény zur Gründung eines siebenbürgischen Museums — der neuen Institution an.[62] In seiner Ansprache zählt er die Werke seiner Sammlung einzeln auf:
1.    Seine Arbeit „Wanderungen durch Pompeji” mit 20 Stichen, beziehungsweise seine Bibliothek mit 350 Büchern zu den Themen Architektur, Archäologie, Mathematik und Kunst.
2.    Sechs Fuß lange und fünf Fuß breite Ölkopie eines neapolitanischen Malers von Tizianos Gemälde Danae.
3.     Antike Münzsammlung mit 450 Stücken.
4.    40 Stück kaiserlichem Gold entsprechende goldene Gedenkmünze, die er 1825 vom bayerischen König geschenkt bekam.
Das Parlament nahm Gorós Angebot „mint tulajdon érdemeivel 's iparával szerzetteken alapultat, 's így annál becse­sebbet...” (als mit seinen eigenen Verdiensten und seinem Gewerbe erworbenen, und deshalb um so wertvolleren) an, es stimmte dafür, dass der Name des Spenders in den Gesetzesvorschlag über die Stifter des Museums aufgenommen wird.[63] Über die Schenkung — und damit im Zusammenhang über Gorós wissenschaftliche Tätigkeit berichteten auch die siebenbürgischen Zeitungen.[64]
Am 1. Juli 1843 ging Goró in Pension.[65] Wenige Monate später treffen wir in den siebenbürgischen Zeitungen erneut seinen Namen, diesmal aber als Todesanzeige: „N. Szeben nov. 15. Nyugalm. tábormérnöki alezredes agyagfalvi Goro Lajos, a’ siciliai szt. György új egyesülési katonai rend vitéze, a’ nápolyi bourbon herculanumi, ’s a’ római archeológiai társaságok tagja, folyó hó 14-re viradólag élte 57-ik, katonai szolgálatja 38ik évében...elhunyt.” (Nagyszeben, d. 15. November. Der pensionierte Oberstleutenant Lajos Goró von Agyagfalva, Held des neuen militärischen Vereinigungsordens des Heiligen Georg in Sizilien, Mitglied der archäologischen Gesellschaften des neapolitanischen Bourbon zu Herculanum und des Römischen, ist am Morgen des 14. diesen Monats in seinem Alter von 57 Jahren, im 38. Jahr seines militärischen Dienstes verstorben.)[66]
Mit Gorós Tod trat seine Verpflichtung, die er im Parlament 1841–43 tat, wonach er seine Bibliothek und Kunstsammlung dem siebenbürgischen Museum hinterläßt, in Kraft, aber die beschenkte Institution gab es noch nicht. Im Parlament erarbeitete eine Unterkommission den Antrag zur Gründung des Museums, auf der Tagung vom 21. Dezember 1842 stellte sich heraus, dass die Sachsen dem landesweiten Steuererlass zum Zusammenbringen der Kosten nicht zustimmen wollten. Obwohl sich die Spenden zwischendurch vermehrten, wurde das Parlament im Februar 1843 so abgeschlossen, dass es in der Museumsfrage keine Entscheidung getroffen wurde.[67]
Gorós Nachlass kam aus Nagyszeben — in Begleitung der im Hauptkommando angefertigten provisorischen Liste — in weniger als einem Monat nach dem Tod von Goró nach Klausenburg, in die siebenbürgische Kabinettskanzlei. Die dem später zu gründenden siebenbürgischen Museum geschenkten 385 Bücher ließ Sámuel Mederus Provinzdistrict-Kommissar nach Klausenburg transportieren, die im Dezember 1843 provisorisch im Amtszimmer von József Teleki (1790–1855), dem Gouverneur von Siebenbürgen und erstem Vorsitzenden der ungarischen Akademie der Wissenschaften, untergebracht.[68] Teleki gab die Anweisung, das fachliche, wissenschaftliche Register der Bücher zu erstellen, sandte dann die Bücher — zusammen mit dem neuen Register — 1844 bis zur Gründung des siebenbürgischen Museums zur Aufbewahrung in das in Klausenburg residierende siebenbürgische Archiv.[69] Gorós antike Münzsammlung und die vom bayerischen König Maximilian erhaltene goldene Gedenkmünze schickte Teleki im selben Jahr in die Landes-Zweigkasse in Klausenburg.[70] Dem beigelegten Verzeichnis entsprechend bestand dieser Teil des Goró-Nachlasses aus einer goldenen Gedenkmünze und 419 antiken Geldstücken.[71]
Die Rekonstruktion der einstigen Bibliothek Gorós erschwert, dass dazu vorerst nur das ziemlich oberflächliche Register von Nagyszeben, das weder komplette Titel, noch Erscheinungsangaben, noch die Bandnummern der Serien enthält, Möglichkeit gibt.[72] Der von József Teleki zusammengestellten professionellen Liste, die mit den Büchern zusammen 1844 in das siebenbürgische Archiv kam, konnte ich bisher nicht auf die Spur kommen. Der Nagyszebener Liste zufolge befanden sich in Gorós Bibliothek 221 deutsch-, 8 ungarisch-, 9 englisch-, 57 italienisch- und 65 französischsprachige Bücher. Bedeutenden Anteil hatten die mathematischen, geografischen, militärischen und historischen Arbeiten, aber auch belletristische, filosofische Bücher und Reisebeschreibungen sind unter ihnen. Dem Interesse Gorós entsprechend sammelte er auch die Bücher zu den Themen Architektur, Archäologie und bildende Kunst.
Die Initiativen der Parlamente 1845 und 1847 zur Gründung eines selbstständigen siebenbürgischen Museums begrub die Revolution und Freiheitskampf von 1848–49. Die Idee wurde 1855, als der Gründer József Kemény starb, wiederbelebt. Dem Testament von Kemény entsprechend müssen seine Sammlungen bis zur Gründung des siebenbürgischen Museums im Pester Nationalmuseum hinterlegt werden. Graf Imre Mikó, der sich der Sache des siebenbürgischen Museums annahm, befürchtete, wenn der Nachlass nach Pest kommt, wird er in die Sammlung des Nationalmuseums einverleibt, so begann er die Konstituierung des Museums zu beschleunigen, bot provisorisch seine eigene Villa dafür an. Im Mai 1857 rief er die erste Vollversammlung des geplanten Museumsvereins zusammen, für den 23. November 1859 dann die offizielle Konstitutionsversammlung des Siebenbürgischen Museumsvereins.[73]
Parallel zur Organisation begannen Mikó und seine Kollegen die früher angebotenen Schenkungen zusammen zu tragen. Ein Teil von diesen — darunter auch Gorós Münzsammlung — war bei der „K. K. Landeshaupt Cassa” (vermutlich seit dem Freiheitskampf 1848–49) deponiert. In den Akten des Siebenbürgischen Nationalmuseums aus dem Jahre 1859 war in der Liste „A leendő Erdélyi Múzeum számára ajándékoztattak” (Dem zukünftigen Siebenbürgischen Museum geschenkt) mit anderen Posten zusammen eine versiegelte Kiste zu finden, die die Münzsammlung von Lajos Goró enthielt.[74] Das Paket kam aufgrund der Anordnung der k. u. k. Ortsbehörde von 1859 im Rahmen der „erdélyi országos múzeum birtokába átbocsátott... múzeumi tárgyak” (Museumsstücke, die in den Besitz des siebenbürgischen Landesmuseums übergeben werden…) im Dezember 1860 nach Klausenburg.[75] Gorós Buchsammlung, die Tizian-Kopie und seine Mineraliensammlung kamen 1860 aus dem Siebenbürgischen Landesarchiv in das Siebenbürgische Museum.[76]
Unter dem Titel „Danae nach Tizian” war 1903 im II. Saal der Gemäldegalerie des Siebenbürgischen Landesmuseums vermutlich die aus dem Goró-Nachlass stammende Gemäldekopie ausgestellt,[77] im Katalog von 1913 war das Bild aber nicht mehr enthalten.[78] Im Museum der Bildenden Künste in Klausenburg, das jetzt die einstigen Gemälde des Siebenbürgischen Museums aufbewahrt, fand ich weder das Kunstwerk, noch Angaben über ihn. Laut Meinung des Mitarbeiters der Münzsammlung des Archäologischen Museums in Klausenburg ist aus der einstigen Münzsammlung Gorós nichts im Museum zu finden.
Aus dem einst zum Nachlass von Lajos Goró gehörenden und um 1860 sicher ins Siebenbürgische Museum gelangten Material konnte ich lediglich auf die Spuren seiner Bibliothek stoßen. In der Universitätsbibliothek von Klausenburg — wohin der Großteil der alten Bibliothek des Siebenbürgischen Museumsvereins kam — sind zwei Exemplare von Gorós „Wanderungen …” zu finden, und die Sammlung enthält auch die in Gorós Buch viel zitierte zweibändige Arbeit „Viaggio a Pompei... Napoli 1817” von Domenico Romanelli. Im ersten Band sind zahlreiche deutsch- bzw. italienischsprachige Eintragungen mit Gorós Handschrift zu lesen, auf dem Titelblatt des zweiten Bandes der Text „Goro Capitano” zu sehen.[79]
 
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     Das Lebenswerk des mit wissenschaftlicher Ambition, aber ohne regelmäßige archäologische Studien        wirkenden Lajos Goró von Agyagfalva knüpfte gleichzeitig an die frühere feudale, herrschaftliche und hochadelige Mäzenatur sowie das sich auf immer strenger kritischen Basis organisierende wissenschaftliche Leben neuen Typs. Gorós Laufbahn beleuchtet jenes eigenartige europäische, kulturelle Umfeld zu Anfang des 19. Jahrhunderts, in dem ein in Siebenbürgen geborener ungarischer Adliger als Offizier der österreichischen Armee in Dalmatien und Italien — von der zeitgenössischen deutschen, österreichischen, ungarischen und italienischen Presse mit Interesse begleitete — archäologische Forschungen führt. Obwohl sich Goró im Bewusstsein der Einheit der vielsprachigen, mehrere Nationalitäten vereinenden Habsburger Reiches vermutlich an jedem seiner Dienststellen zu Hause fühlte, stand seine Loyalität für das österreichische Kaisertum nicht in Widerspruch mit seinen patriotischen Gefühlen. Dies bezeugt auch, dass er durch die Unterstützung des sich konstituierenden selbständigen siebenbürgischen Museums aktiv an den nationalen Bewegungen der Reformzeit, die die Stärkung der ungarischen kulturellen Identität bezweckten, beteiligte. 
 
 
 
                                                                    Júlia Papp Kunsthistorikerin 


[1] Die sich mit Lajos Goró beschäftigende Literatur aus dem Ungarn des 19. Jh. siehe: Szinnyei József: Magyar írók élete és munkái. Band III. Budapest 1894. Spalte 1296–1297.; Szendrei János Szentiványi Gyula: Magyar Képzőművészeti Lexikon. Budapest 1915. I. 590; dieselben: Manuskript in der Lexikon-Sammlung des Kunsthistorischen Instituts der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. 1137–1139. Spätere Besprechungen über Gorós Tätigkeit: Bevilaqua Béla dr.: Százéves magyar könyv Herculaneum és Pompeji romjairól. Újság. 1927. (14. Augustus.) 36.; ders.: Magyar és magyar vonatkozású haditechnikai nyomtatványok a M. Kir. Hadtörténelmi Múzeum Könyvtárában. Hadimúzeumi Lapok. 1928. Aprilis (Heft 1.) 35–37.; Örkényi Ottília: A művészettörténeti gondolat. Budapest 1941. 52–56.
 
[2] Geschichte der k. und k. Technischen Militär-Akademie. Geschichte der k. k. Ingenieur- und k. k. Genie-Akademie. 1717–1869. Verfasst von Friedrich Gatti, k. und k. Oberst des Armeestandes. Wien 1901. Band I. 656.; zu Gorós militärischer Laufbahn vgl. auch:Oesterreichisches Militär-Konversations-Lexikon. Unter Mitwirkung mehrerer Offiziere der K. k. Armee. Redigiert und herausgegeben von. J. Hirtenfeld. Zweiter Band. Wien 1852. 763764.; Beiträge zur Geschichte der k. u. k. Genie-Waffe. Nach den vom k. u. k. Obersten des Genie-Stabes, Heinrich Blasek, hinterlassenen Manuscripten und Vorarbeiten…zusammengestellt und bearbeitet durch Franz Rieger. Wien 1898. Band I. 419.
[3] Haus- Hof- und Staatsarchív, (desweiteren HHSA) Kriegsarchiv, Wien, Conduite-Liste – Major Ludwig Goro von Agyagfalva... Signatur: 150/842.
[4] Oesterreichisches Militär-Konversations-Lexikon... zit. Werk 1852. Zweiter Band. 763764.
[5] Adelheid Heidecker: Anton Steinbüchel von Rheinwall (1790–1883), Direktor des k. k. Münz- und Antikenkabinetts. Erfolge und Krisen in der Laufbahn eines österreichischen Staatsbeamten und Gelehrten. (Ungedr.) Dissertation, Wien 1969.; Manfred Alois Niegl: Die archäologische Erforschung der Römerzeit in Österreich. Wien 1980. (Denkschriften der Österreichische Akademie der Wissenschaften, Phil.-hist. Klasse. 141.) 70, 87.; Alfred–Bernhard Walcher – Friedrich Wilhelm Hamdorf: Zu den Anfängen der Münchner Vasensammlung im frühen 19. Jahrhundert. Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst. Dritte Folge Band XLI. (1990) 10–12.
[6] Archív für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst. 1824. Nr. 149–150., 812. Steinbüchels Reise erwähnt: Jahrbücher der Literatur (Wien) 1818. Zweyter Band (Anzeige-Blatt für Wissenschaft und Kunst) Nr. II. 1.
[7] Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich...von Dr. Constant von Wurzbach. (38.) Wien, 1879. 54.
[8] Dalmatien. Eine Reiseskizze. Jahrbücher der Litteratur. Zwölfter Band. 1820. Herausgegeben von Matthäus v. Colin. Oktober, November, Dezember. Wien. Beiblatt: Anzeige-Blatt für Wissenschaft und Kunst. Nr. XII. 130.
[9]Über das Ereignis berichtete auch Steinbüchel: Jahrbücher der Litteratur... 1820. zit. Werk 12.
[10]Magyar Kurir. 1818. Nr. XLVII., 19. Juni, 399–400.
[11] [Karl von] Schönhals, Oberst und Generaladjutant. Biographie des k. k. Generals der Kavalliere und Hofkriegsraths-Präsidenten Grafen von Frimont, Fürsten von Antrodocco. Oestreichische militärische Zeitschrift. Drittes Heft. Wien, 1833.Viertes Heft: 92106, Fünftes Heft: 129176.; Oesterreichische National-Encyclopedie. Zweyter Band. Wien 1835. 227231.; Oesterreichisches Militär-Konversations-Lexikon... zit. Werk 1852. Zweiter Band. 556559; Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder. Nach authentischen Quellen bearbeitet von Dr. J. Hirtenfeld. Wien, 1857. 857862.
[12]Über Gorós italienische Dienststellen: HHSA, Kriegsarchiv, Wien, Alte Feldakten – Karton 1747.
[13]Lajos Goró: Wanderungen durch Pompeji. Wien, 1825. VI. (Auf einem Titelblatt des Buches steht Pompeji, auf dem anderen Pompeii, in meiner Studie benutze ich die Form Pompeji. J.P.)
[14]Über den 1779 in Győr, in einer ungarischen Adelsfamilie geborenen Hrabovszky: Wurzbach (Band 9, 1863) 350.; Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder... zit. Werk 1857. 10581060.; Österreichisches Biographisches Lexikon. Band II. 1959. Graz–Köln. 436.; Ordas Iván: Egy elfelejtett altábornagy — báró Hrabovszky János — élete. Kajdacs 1994.; über seine Tätigkeit 1848–49: Spira György: Hrabovszky altábornagy tévelygései Péterváradtól Alamócig. Újvidék 2001.
[15]Fő-méltóságú Báró Frimont János Antrodokói Hertzegnek, a’ palotai pompás templom talpköve letételekor alázatos tiszteletűl Kisasszony hava’ 31-kén 1828. Nagy–Váradon, Tichy János’ Könyvnyomtató-intézetében.
[16]Archivio Nazionale, Napoli. Ministero Interno II. Inventario 1969. Faszikel 22–23 (siehe: Fonti Documentarie per la storia degli scavi di Pompei Ercolano e Stabia. Napoli. 1979.
[17]Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst. 1824. Nr. 32–33, 194.
[18]Archivio Nazionale, Napoli. Ministero Interno II. Inventario 1969. Faszikel 1.
[19]Magyar Kurir. 1822. II. 346–348, 353–356.
[20]Magyar Kurir. 1822.II. XLV. 356.
[21]Kedveskedő. 1824. Band III., 43.
[22]Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst. 1824. Nr. 2–3; 17 und 18; 32–33; 89–90.
[23]Tudományos Gyűjtemény. 1826. VIII. 132–34.
[24]Parslow, Christopher Charles: Rediscovering Antiquity. Karl Weber and the Excavation of Herculaneum, Pompeii, and Stabiae. Cambridge 1998.
[25]Pompeianarum antiquitatum Historia... Jos. Fiorelli. Neapoli. Volumen Primum MDCCCLX.; Volumen secundum MDCCCLXII; Volumen tertium MDCCCLXIV.; Storia degli scavi di Ercolano, Ricomposta sui documenti superstiti da Michele Ruggiero arhitetto direttore degli scavi e monumenti del. Regno. Napoli MDCCCLXXXV; Rediscovering Pompeii. Ausstellungskatalog. Roma 1992. Bey „L’ERMA” di Bretschneider.; Pompeji entdecken. Besichtigungsrundgänge anlässlich des 250. Jahrestages seit Beginn der Ausgrabungen. Herausgegeben von Antonio d'Ambrosio. Milano 1998.
[26]Hébe. 1823. 89–112.; Felső-Magyarországi Minerva. 1828. II. Viertel, 1699–1717. Zu den Italienreisen des 19. Jahrhunderts siehe vö.: Brilli, Attilio: Reisen in Italien. Die Kulturgeschichte der klassischen Italienreise vom 16. bis 19. Jahrhundert. Köln 1989.; Christiane Zintzen: Literatur und Archäologie im 19. Jahrhundert. (Einige Aspekte öffentlicher Wirkungsweisen und literarischer Prozessierungen altertumswissenschaftlicher Forschungen und archäologischer Funde, dargestellt am Paradigma ’Pompeji’.) Wien 1992. Diplomarbeit.
[27]Wanderungen durch Pompeii von Ludwig Goro von Agyagfalva, Hauptmann im K. K. Österreichischen Génie Corps, Ritter des königlich-sizilianischen militärischen St. Georg-Ordens der Wiedervereinigung. Wien 1825. bei Mörschner und Jasper.
[28]Kedveskedő. 1824. Band 3. 41–43.
[29]Tudományos Gyűjtemény. 1825. III. 121–23. Eigentlich erschienen bereits auch früher deutschsprachige Bücher über Pompeji, deren Autoren aber — im Gegensatz zu Goró — nicht aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern sekundärer Quellen über die Ausgrabungen und den freigelegten Funden berichteten. Vgl.: Das gleichsam auflebende Pompeji, oder Versuch einer Geschichte dieser Stadt... von Georg Heinrich Martini, der Schule zu St. Nicolai Rector. Leipzig, 1779.; Johann Heinrich Keerl: Ueber die Ruinen Herkulanums und Pompeji. Nebst einer Kurzen Beschreibung von den Schauspielen der alten Römer und Griechen. Mit Kupfern. Gotha 1791.
[30]Tudományos Gyűjtemény. 1825. VI. 127.
[31] Magyar Kurir. 1825. II. 366–68.
[32] Váczy János: Kazinczy Ferenc levelezése. Budapest. 1898. VIII. 93., 1909. XIX. 161., 1910. XX. 68., 134., 152., 189., 1927. XXII. 409.
[33]Felső-Magyarországi Minerva. 1826. 4. Quartal 977–983.
[34]Társalkodó. 1832. 355.
[35] Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst. 1824. No. 149-150., 15. Dezember. 811–812.
[36] Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode. 1825. Zweites Quartel. (No. 44, 12. April.) 366–367.
[37]Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde. Dritter Band. Leipzig 1825. 350366. Über Gorós Schriften siehe noch: Amalthea 1825. 333, 341–342.
[38] Wiener Zeitschrift Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens. 1825. Nr. 41. 167168.
[39] Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung. 1825. Nr. 98, Mai, 298301.
[40]Neue Deutsche Biographie. 6. Band. Berlin 1964. 276277.
[41]Seine berühmteste Arbeit ist das Etruskische Spiegel. – Berlin, G. Reimer 1843–1897. Bd 1–5.
[42]Kunstblatt. 17. Oktober 1825, Nr. 83, 330–332.
[43]Pompei Descritta da Carlo Bonucci. Seconda Edizione. Napoli 1826. 13.
[44] William Gell: Pompeiana: the topography, edifices and ornaments of Pompeii...London 1832.6.
[45]Magyar Kurir. 1825. II. 368.
[46]Goró war bereits 1822 Mitglied des militärischen Hl. Georg Ordens der sizilianischen Wiedervereinigung (Real Ordine Militare di S. Giorgio delle Riunione). Magyar Kurir. 1822. II. 346–348, 353–356.
[47]Magyar Kurir. 1825. II. 367-368.
[48]Hazai és Külföldi Tudósítások. 1828. I. 249. Nr. 32; Tudományos Gyűjtemény. 1828. IV. 120. Vgl.: Memorie della Regale Accademia Ercolanense di Archeologia. Volume II. Napoli, 1833.: „Catalogo de’socj della Regale Accademia Ercolanese di archeologia.” (VIII–XV.) „Cav. capitano Goro.” (XIV.)
[49] Die Spuren seiner hiesigen Tätigkeit verewigen auch jene in der Kartensammlung des HHSA, Kriegsarchivs, Wien aufbewahrten (oder nur noch im Register erwähnten) Landkarten, Grundrisse, auf denen Gorós unterschrift zu lesen ist. GPA Inland C VI. d,) Klausenburg Nr. 10. v. Goro Hpm Carlsburg von 20ten September 1832 im Genie Corps; Übersichtsplan sämtlichen Kasematten in der Festung Karlsburg. Massstab 1/1728. v. Goro Hptm Genie K. 1834. = Festungen Galizia, Bukovina, Siebenbürgen, 11/3, Enveloppe: C/1, Archiv Nr. 81. Usw.
[50] Die Kaserne auf dem Hunyadi Platz hat heute noch die gleiche Funktion. Vgl.: Gaal György – Vincze Zoltán: Kalauz a régi és az új Kolozsvárhoz. Klausenburg, 1992. 104.
[51] Vgl.: Jakab Elek: Kolozsvár története. III. Budapest 1888, 627–651. Dokumente bezüglich des Entwurfs und des Baus: Magyar Országos Levéltár (desweiteren MOL), Budapest, Erdélyi Országos Kormányhatósági Levéltárak. Gubernium Transylvanicum Levéltára. Gubernium Transylvanicum (in politicis) Akten: F 46.
[52]MOL Mikrofilmtár: auf der Rolle 44251: 3030/833, Vorausgegangene: 2248/833.
[53]MOL Mikrofilmtár: auf der Rolle 44255: 3938/833.
[54]MOL F 147 (Directio Aedilis): 185/834.
[55]HHSA, Kriegsarchív, Wien, General Genie Direction (desweiteren: GGD) (Protokoll): 1835 (No. 242, 306.)
[56]HHSA Kriegsarchív, Wien, GGD 1835242, 1836518, 183713/38, 183713/40, 183713/47, 183713/50, 183713/58, 183713/79, 183713/91, 183713/101, 183713/107.
[57]Csorba Csaba: Regélő váraink. Budapest 1997. 57–61. Goró ist — wie wir es gesehen haben — in Déva geboren.
[58]HHSA, Kriegsarchív, Wien, GGD 1835-1185 (Carlsburg am 18ten October 1835.)
[59]Benkő József: Transsilvania sive Magnus Transsilvaniae... Vindobonae 1778.; Huszti András: Ó és újj Dácia, Bécs 1791.; Bethlen Farkas: Historia de rebus Transylvanicis. 1–6. Cibinii 1782–1793.; Joseph Hammer-Purgstall: Geschichte des osmanischen Reiches. I–X. Pest 1827–1835.
[60]Kőváry László: Erdély régiségei. Pest 1852. 94.
[61]Schmidt Vilmos: Déva vára Erdélyben. In: Az Erdélyi Múzeum-Egylet Évkönyvei. Band 4, Heft 1. Red.: Brassai Sámuel. Kolozsvártt, 1867. 94.
[62]Az erdélyi nagyfejedelemség’ ’s hozzá visszakapcsolt Részek három Nemes Nemzeteiből álló Rendeinek Kolozsvár Szabad Királyi Várossában 1841ik Év November 15ik napján kezdődött Ország Gyűlésökről készített Jegyzőkönyv. Kolozsvártt, 1841. 569570.
[63]Az erdélyi nagyfejedelemség’... zit. Werk 1841. 570.
[64]Múlt és Jelen. 1843. 3. Januar (Nr. 1.) 4.; 6. Januar (Nr. 2.) 5.; Erdélyi Híradó (Kolozsvár) 1843. 3. Januar (Nr. 1.) 2.; 10. Januar (Nr. 3.) 14–15.
[65]HHSA, Kriegsarchív, Wien, Pensions-Bücher. Pensions-Protokolle. Oberstleutenente. Band II. S. 83.
[66]Erdélyi Híradó. 1843. 21. November (Nr. 93.) 553.; Múlt és Jelen. 1843. 21. November (Nr. 93.) 368.
[67]Kelemen Lajos: Az Erdélyi Múzeum-Egyesület története. In: Emlékkönyv az Erdélyi Múzeum-Egyesület félévszázados ünnepére 1859-1909. Red.: Pál Erdélyi. Kolozsvár 1909–1942. 16. Kelemen erwähnt auch Gorós Verpflichtung. Zit. Werk 18.
[68]MOL, F 37 (Gubernium Transylvanicum, Praesidialia) 1096/P/843.
[69]MOL, F 37 (Gubernium Transylvanicum, Praesidialia) 235 Pr./844.
[70]MOL, F 37 (Gubernium Transylvanicum, Praesidialia) 480/pr/844.
[71]MOL, F 37 (Gubernium Transylvanicum, Praesidialia) 530/P/844
[72]Verzeichniss von Oberst Lieutenant v. Goro-schen Bücher (7. Dezember 1842) (MOL, F 37 (Gubernium Transylvanicum, Praesidialia) Beilage der Akte Nr. 1096/P/843.
[73]Kelemen Lajos: zit. Werk 1909–1942. 29–31.
[74]MOL Mikrofilmtár: Erdélyi Nemzeti Múzeum ügyiratok. Karton 791, Rolle 12.; Akte Nr. 480/844.
[75]MOL Mikrofilmtár, Karton 792, 185/1860. Eln.
[76]MOL Mikrofilmtár, Karton 793, (Rolle 14). EME ügyiratok 1861-62: 120/1862.
[77]Útmutató az Erdélyi Országos Múzeum Érem- és Régiségtárában. Zusammengestellt v. Béla Pósta. Kolozsvár 1903. 57.
[78]Rózsaffy Dezső – Merész Gyula: Útmutató az Erdélyi Nemzeti Múzeum Képtárában. Kolozsvár, 1913.
[79]Für die Angabe gebührt der Dank Mária Kovács, der Mitarbeiterin der Universitätsbibliothek in Klausenburg.